Montag, 15. Oktober 2018, 21:24 UTC+1

Du bist nicht angemeldet.

phil hubbe

leeres Blatt

Beiträge: 16

  • Private Nachricht senden

21

Donnerstag, 18. Februar 2010, 21:13

bei den tageszeitungen habe ich einen stamm von 8 zeitungen denen ich täglich eine zeichnung schicke (eine zeichnung für alle zeitungen). ich schicke die zeichnung per mail an die jeweilige redaktion und hoffe, dass sie gedruckt wird. bei den behinrtencartoons war das "handicap"-magazin die ersten, die mich gedruckt haben. danach kamen noch weitere behindertenmagazine, die zeichnungen von mir druckten. es sind aber eben hauptsächliche zeitschriften zum thema behinderung. "normale" zeitungen oder zeitschriften trauen sich an die thematik noch nicht so ran. es sei denn, es ist vielleicht ein begleitender artikel über meine person dabei.

Georg

Chefradierer

Beiträge: 1 012

Wohnort: Starnberg

  • Private Nachricht senden

22

Donnerstag, 18. Februar 2010, 21:26

Du gehst also nicht über irgendwelche Agenturen?

phil hubbe

leeres Blatt

Beiträge: 16

  • Private Nachricht senden

23

Freitag, 19. Februar 2010, 09:27

hallo georg,

ich gehe nicht über agenturen. das muss ich noch selbermachen.

gruß phil

Georg

Chefradierer

Beiträge: 1 012

Wohnort: Starnberg

  • Private Nachricht senden

24

Freitag, 19. Februar 2010, 10:16

Hätte nicht gedacht, dass das beim Kicker noch einfach so geht ohne Agentur.


Ganz vergessen: Danke für die Bleistiftskizze. So wie ich das sehe zeichnest du erst mit einem sehr harten Bleisift vor, un dann mit einem Weichen drüber. Machst Du das bereits auf dem gleiche Blatt, dass dann geinkt wird? Also in deinem Fall, da Du ja mit Feder zeichnest auf das schweineteure Bristol? Oder passiert das noch auf Otto-Normalverbraucher Papier und anschließend gehst Du dann über den Leuchttisch?


Wie entscheidest du eigentlich, wo die Schmerzgrenze bei Deinen Cartoons erreicht ist? Gabs das schon mal, dass Du einen gezeichnet hast und Dich dann doch dazu entschieden hast, den nicht zu veröffentlichen?

phil hubbe

leeres Blatt

Beiträge: 16

  • Private Nachricht senden

25

Freitag, 19. Februar 2010, 10:58

gut, beim "kicker" war das etwas anders. die hatten sich bei mir gemeldet. der chef vom dienst hatte mich damals im "rückblende"-katalog gesehen. der wird alljährlich bei der "rückblende" (preis für pressefotografie und pressekarikaturen) herausgegeben.

die tuschezeichnung mache ich auf dem gleichen blatt. (ist aber nicht so teuer das papier...)

die schmerzgrenze bei mir liegt eher da, wo der witz vielleicht zu billig ist und mir nicht so richtig gefällt, also eher eine "geschmacksgrenze". (tucholsky hat mal gesagt: "satire darf alles")

Kim

großer Meister

  • »Kim« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 2 854

Wohnort: Deutschland

Beruf: Comiczeichner

Danksagungen: 6744

  • Private Nachricht senden

26

Freitag, 19. Februar 2010, 14:35

Phil,

du hast damals den Schritt gewagt und Dich als Zeichner selbständig bemacht. Wie siehst Du die Situation als Freischaffender heute? Kannst Du Nachwuchszeichnern diesen Beruf empfehlen?
Wenn ja, welchen Rat würdest Du jemandem mit auf den Weg geben, der sich als Zeichner seine Brötchen verdienen will?

phil hubbe

leeres Blatt

Beiträge: 16

  • Private Nachricht senden

27

Freitag, 19. Februar 2010, 17:49

das ist wahrlich keine einfache situation heutzutage. wenn einer wirklich unbedingt diesen weg gehen will, würde ich ihm aber, auf keinen fall davon abraten. man braucht vielleicht einen langen atem, aufgeben sollte man jedoch nie zu früh.

wie schwer es heute ist, merke ich besonders bei den tageszeitungen. in der zeit, in der ich für tageszeitungen zeichne (seit 1992), haben lediglich 2 zeitungen das honorar mal etwas erhöht. alle anderen zeitungen kürzten oder blieben bei dem gleichen Honorarsatz. es wird überall gespart. die erste zeit hat mich meine frau noch unterstützt. das war wichtig und gut für mich. ich konnte kontakte knüpfen und langsam einen gewissen stamm von kunden aufbauen. das hat eine weile gedauert.

man braucht eben halt geduld und ausdauer. das ist wichtig!

Beiträge: 4 501

Wohnort: Bayern

Beruf: Journalist

Danksagungen: 10934

  • Private Nachricht senden

28

Freitag, 19. Februar 2010, 18:13

Das ist natürlich eine deutliche Honorarkürzung, wenn es seit 1992 keine Erhöhung gab (wegen Inflation). Als freier Journalist kenne ich die Situation: Wann ist der richtige Moment, um einen Honorar-Zuschlag zu bitten? Da vermeidet man lieber Ärger und versucht, mit dem Geld irgendwie auszukommen. Aber eigentlich darf das nicht sein.

Heute bekam ich einen Brief der Deutschen Journalisten-Union. Sie hat erstmals eine Honorarvereinbarung für freie Journalisten mit den Zeitungsverlegern getroffen. Das ist eine Erleichterung, weil man weiß, welche Beträge man verlangen kann. Aber man muß sehen, inwieweit sich diese Honorare wirklich durchsetzen lassen. Für Cartoonisten und Comiczeichner könnte diese Verhandlungen eventuell der ICOM übernehmen, der schon einmal einen Honorar-Ratgeber herausgegeben hat. Internet-Adresse: www.comic-i.com - oder weiß jemand von Aktivitäten eines anderen Verbands?

Wichtig wäre meiner Ansicht nach auch, daß sich Zeichner untereinander austauschen. Auch nicht so einfach - sind da alle bei der Nennung ihrer Einkünfte ehrlich? Sind überhaupt genügend Künstler an so einem Austausch interessiert? Stattfinden könnte das aber zum Beispiel hier in diesem Forum. Die anderen Comic-Foren, die ich kenne, werden von Comicsammlern dominiert, die sich für Zeichnerhonorare natürlich nur sehr bedingt interessieren.

phil hubbe

leeres Blatt

Beiträge: 16

  • Private Nachricht senden

29

Freitag, 19. Februar 2010, 18:29

der icom wäre vielleicht wirklich der verband, welcher für zeichner die verhandlungen übernehmen könnte. jedoch sind hier hauptsächlich cartoonisten und comiczeichner versammelt, pressezeichner eigentlich weniger. irgendwie sind in diesem metier die meißten doch einzelkämpfer.

den honorar-ratgeber von icom kenne ich auch, da ich ebenfalls dort mitglied bin. er ist schon eine kleine hilfe.

Beiträge: 4 501

Wohnort: Bayern

Beruf: Journalist

Danksagungen: 10934

  • Private Nachricht senden

30

Freitag, 19. Februar 2010, 18:50

Ich bin auch im ICOM und kann für Leute, die den nicht kennen, vielleicht noch ergänzen: Der Ratgeber erklärt vor allem, welche Urheber- und Abdruckrechte ein Zeichner hat und wie man Verträge gestaltet, um diese Rechte gegen Honorar abzutreten. Honorarsätze sind weniger zu finden und wären auch inzwischen nicht mehr aktuell. Es werden lediglich Überlegungen angestellt, wie man ein angemessenes Honorar kalkulieren kann. Ich finde den Ratgeber trotzdem sehr empfehlenswert.

Georg

Chefradierer

Beiträge: 1 012

Wohnort: Starnberg

  • Private Nachricht senden

31

Freitag, 19. Februar 2010, 19:56

Ja gut, der Tag neigt sich dem Ende zu, da stellt sich mir die Frage, ob Du Dich hier in den anderen Bereichen des Forums auch ein wenig umgeschaut hast.

phil hubbe

leeres Blatt

Beiträge: 16

  • Private Nachricht senden

32

Freitag, 19. Februar 2010, 20:55

leider muss ich gestehen, das noch nicht ausgiebig genug getan zu haben. werde ich aber noch nachholen!

Kim

großer Meister

  • »Kim« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 2 854

Wohnort: Deutschland

Beruf: Comiczeichner

Danksagungen: 6744

  • Private Nachricht senden

33

Samstag, 20. Februar 2010, 14:38

Lieber Phil,

damit beende ich mal offiziell die Aktion. Vielen Dank, dass Du Dir dafür die Zeit genommen hast. Ich hoffe, es hat Dir Spass gemacht, ich fands jedenfalls sehr interessant und würde mich natürlich freuen - um Dein letztes Posting noch mal aufzugreifen - wenn Du ab und an mal wieder hier im Forum vorbeischaust.
Auf jeden Fall wünsche ich Dir für die Zukunft alles Gute und weiter viel Erfolg im Geschäft! :)

Ähnliche Themen

Social Bookmarks


Thema bewerten