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peter schaaff

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Freitag, 23. September 2011, 11:14

Einladung '30 Jahre PLOP'

aus dem Flyer zur Ausstellung von Heike Anacker:



Morgen, Samstag, geht es los ab 15:30 Uhr! Alle kommen!
Die druckfrische Ausgabe des aktuellen PLOP ist auch rechtzeitig fertig geworden und liegt am Fanzine- Tisch aus. Neben dem aktuellen Herausgeber Bernhard Bollen werden auch Heike Anacker und (hoffentlich) Andreas Alt anwesend sein und Interessierten Rede & Antwort stehen.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »peter schaaff« (23. September 2011, 23:45)


Peter L. Opmann

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Freitag, 23. September 2011, 12:48

Doch, doch. Ich weiß von Andreas Alt zuverlässig, daß er hinfährt. :rolleyes:

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Samstag, 24. September 2011, 22:02


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Dienstag, 27. September 2011, 11:36

Das Foto mit der Unterzeile "Besucher beim Lesen" zeigt übrigens meine Eltern, Elisabeth und Walter Anacker. Mein Vater war Mäzen und wichtigster Förderer PLOPs in den ersten Jahren. Dass er seiner Geltung entsprechend mit einem gerahmten Portrait in der Ausstellung gewürdigt wird, habe ich ihm vorher nicht verraten. Er hat ganz schön geguckt: "Ach du jeh, wat hängt denn da fürn Knülch?"

Peter L. Opmann

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Freitag, 7. Oktober 2011, 14:17

Übrigens ist Sonntag der letzte Tag der Kölner PLOP-Ausstellung. Ich werde morgen und übermorgen nochmal da sein - vielleicht sehen wir uns...

Und dann habe ich vor, nächste Woche am Freitag und Samstag die Buchmesse in Frankfurt, speziell die "Faszination Comic", zu besuchen. Da wird zwar, vor allem am Samstag, Riesentrubel sein. Aber vielleicht laufe ich auch da dem einen oder der anderen aus dem Forum über den Weg. Würde mich freuen.

:thumbup:

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Sonntag, 9. Oktober 2011, 23:14

Hier was bei youtube über die gut besuchte PLOP-Ausstellung in Köln (die vor ein paar Stunden zuende gegangen ist):

www.youtube.com/watch?v=l1_-ZMobICQ

Peter L. Opmann

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Mittwoch, 2. November 2011, 19:05

Heike Anacker, die Gründerin von PLOP und Initiatorin der Ausstellung, hat jetzt ein Resümee gezogen. Ich hoffe, es paßt von der Länge hier rein (hab's ein bißchen gekürzt):

Zitat

Hier so etwas wie eine Nachlese zum Köln-Event aus meiner natürlich rein subjektiven Sicht. Ich entschuldige mich schon jetzt für alle Personen oder Ereignisse, die zu nennen ich hier vergesse, und für mein chaotisches Hin- und Herspringen in der Zeit.

Am Dienstag nach der "Finissage" habe ich in Köln die Comics und die "30-Jahre-PLOP"-Girlande abgehängt, meine zirka 200 Wäscheklammern wieder eingesammelt ("Jetzt könnt ihr endlich wieder waschen!" - Bernhard zu Christina und mir) und letzte Spuren unserer Ausstellung beseitigt. Das Wetter an dem Tag war dem Anlass entsprechend deprimierend... Halt! Stopp! Ich wollte ja positiv beginnen:

Herzlichen Dank allen Beteiligten für die gelungenen 16 Tage! Vor allem das erste Wochenende fand ich sehr aufregend, Renée wahrscheinlich nicht minder. Die Anwesenheit von Ilse Kilic und Andreas Alt bei uns zuhause haben Christina und ich sehr genossen. Unvergessen bleibt mir sicher auch die Fahrt auf der Autobahn, als Christina und Ilse, offenbar nostalgisch gestimmt, gemeinsam kämpferisches linkes Liedgut schmetterten. Ilse verdanken Christina und ich auch unseren ersten (für mich sehr spektakulären) gemeinsamen Auftritt als Musik-Performerinnen, da wir sie bei ihrer philosophisch und wort-verspielten Lesung am Sonntagabend bei einem gesungenen Gedicht instrumental begleitet haben: Christina auf der Bass-Blockflöte, ich an der E-Gitarre. Rudolph Perez machte auf Nachfrage die nach allen Seiten offene Anmerkung: "Ein einmaliges Erlebnis!" Renée war immerhin so beeindruckt, dass sie uns für ihre Treppenhauskonzerte angefragt hat...

Am Eröffnungswochenende waren auch Bernhard Bollen (mit neuem PLOP!!!), Matthias Langer, Peter Schaaff, Sercan Özökten und Georg Berres unterschiedlich lange und unterschiedlich oft anwesend. Meine Eltern und meine Schwester nicht zu vergessen.

Renées Lesung aus Walter Moers' "Die Stadt der träumenden Bücher" und die Papiertheateraufführung waren wegen der hohen Temperaturen im Kunstraum eine echte Herausforderung, der sich nur noch wenige Kultur-Junkies stellen mochten. Wer beim Papiertheater durchgehalten hatte, war offenbar nicht enttäuscht, und die Lesung von Renée regte sogar eine kleine Diskussion an.

Am zweiten Wochenende gab's ja den feinen Workshop mit Peter Schaaff. Angenehme, mir teilweise unbekannte Menschen nahmen teil. Peters Ausführungen desillusionierten, aber entmutigten nicht die ambitionierten Nachwuchszeichner unter uns. Die kurzen Übungen zum Scribbeln und Layouten waren sehr effektiv und machten Laune. Freie Künstlerin Renée - von Comics bislang unbeleckt - war begeistert und scheint seitdem vom Medium überzeugt.

Bernhard betreute wacker den Fanzinestand, dekorierte ihn mit Superheldenpapiermasken und ergänzte die Ausstellung um eigenes, auf Leinwand Gemaltes. (Die Bilder kann man käuflich erwerben!)

Am dritten Wochenende war wieder ein bisschen mehr los. Matthias Langer, die arme Sau, tauchte am letzten Tag leider zu spät auf, um noch was von der Veranstaltung zu haben, aber noch früh genug, um uns dabei zu helfen, die Theatergerätschaften zum Auto zu schleppen. Vielen Dank nochmal! Zeichner Benjamin Brandt besuchte uns und tätigte einen größeren Einkauf am Fanzinestand. Später entdeckte ich ein Exemplar seines "Nichts-Für-Ungut"-Fanzines in meiner (übrigens wunderschön von Christina bemalten) Fanzine-Kiste. Ääh, danke für die Spende! Feines Fanzine das.

Das Finissage-Wetter war schon etwas herbstlicher, so dass die Besucher der Papiertheateraufführung diesmal nicht Gefahr liefen, den Hitzetod zu sterben. Dafür unterliefen uns, diesmal zu dritt, nämlich verstärkt um Hartmut Kutzke, mehr Pannen als bei der ersten Aufführung: Hauptdarsteller stürzten von der Bühne in den Zuschauerraum. Bei der Lichtführung haperte es. Das Hilfsmittel, um dem Publikum seinen Einsatz für die indianischen Kriegsgesänge zu signalisieren, war im entscheidenden Moment nicht auffindbar...und ähnliches mehr. Aber ein Reinfall war's trotzdem nicht. Mit deutlich über einer Stunde sind unsere Aufführungen ungewöhnlich lang für Papiertheaterverhältnisse. Andreas jedoch meinte, er habe die Zeit vergessen und sich in die Geschichte ziehen lassen. Tolles Kompliment!

Anekdote am Rande: Ein Besucher erzählte, seine Freundin habe ihn hergeschleppt, weil da was los sei unter dem Heliosturm. - Zur Erinnerung: Am Wochenende unserer Vernissage ging in der großen Halle eine Ausstellung des City Leaks Festivals mit Urban Art zuende. Und das Wochenende unserer Finissage fiel zusammen mit dem der Offenen Ateliers in Köln-Ehrenfeld, an dem die Ateliers in unmittelbarer Nachbarschaft zum Kunstraum Renée Blume, also links und rechts vom Flur mit den ausgestellten Comics, teilnahmen. - Besagter Besucher bemerkte, als er unsere Ausstellung streifte, dass der Name "Plop" ihm was sagt. Am Fanzinestand blätterte er in einem "Amateur-Comic-Reader" von 1987 und entdeckte seinen eigenen Comic darin, einen Onepager über Eddi, den fetten Punk. Da fiel ihm ein, dass er auch schon in PLOP veröffentlicht hat. Sein Name: Eric Schneider. Es war das erste Mal, dass ich jemandem sein Belegexemplar 24 Jahre später überreichte.

Ein anderer Besucher, der eigentlich zur Urban-Art-Austellung wollte, blieb auch bei uns hängen und war fasziniert davon, dass es immer noch Menschen gibt, die mit Stift oder Pinsel auf Papier zeichnen!! Er als Architekt käme gar nicht mehr dazu, meinte er schwer melancholisch.

Die drei Konzerte waren sehr unterschiedlich. Vom ersten habe ich ehrlich gesagt nicht viel mitbekommen, weil es ja etliche Leute zu begrüßen gab und ich viel zu nervös war. Ich erinnere mich nur noch an die Momente, in denen Gespräche ...äh...schwierig wurden, weil der Drummer Thomas Redig die akustischen Möglichkeiten, die die Architektur bot, voll auszunutzen anhub. Sercan Özöktens Video über den Eröffnungstag hat mir dann doch noch die ruhigen Phasen des Konzerts von KKARBO zu Gehör gebracht.

Das zweite Konzert mit der Gruppe Tri Top Orange war weniger stressig für tinnitusgeplagte Ohren, fand aber fast völlig ohne Publikum statt. Es gab lustige Gesangseinlagen von Robby Göllmann in allen Stimmlagen mit dem Satz "Mmmh, habe gerade lecker Wasser gekocht." Später kam noch eine Freundin der Gruppe vorbei und auch Renée Blume beteiligte sich an den Improvisationen, so dass es am Ende einige magische Minuten gab, als es vielstimmig und textlos ohne Instrumentenbegleitung tönte.

Dem dritten Konzert habe ich leider wieder nur teilweise lauschen können. Es fing sehr vielversprechend an. Später erfuhr ich, dass der Cellist Roland Graeter nicht sehr lange geblieben war. Die Gründe dafür haben sich mir nicht recht erschlossen. Keyboarder Takashi Mitsui und Wort-Künstlerin Tanya Ury müssen dann wohl alleine weitergemacht haben.

Am Samstagabend des letzten Wochenendes sind einige Leute noch ins Café Goldmund eingekehrt, das übrigens vollgestopft ist mit Büchern, und haben sehr lecker gegessen. Nachdem wir festgestellt hatten (wieso, weiß ich nicht mehr), dass mit Andreas und Christina zwei Personen am Tisch saßen, denen wichtige Organe entnommen wurden, von denen wir anderen kaum wussten, wo sie genau sitzen oder wozu sie genau da sind, entspann sich so 'ne Art Gruselgeschichtenerzählabend um fehlende Körperteile, der vor allem Renée zu gefallen schien. Ich selbst hoffte - gerade nach dem guten Essen - , die ärgsten Horrorgeschichten möchten doch bitte unerzählt bleiben. Ist peinlich, so blass um die Nase rum zu werden. Zum Glück blieb die Unterhaltung dann doch eher harmlos und magenschonend.

Unter der Woche war die Atmosphäre sehr meditativ und erholsam zwischen den leise im Wind flatternden Comicseiten. Renée und ich hatten Zeit, uns in Ruhe zu unterhalten. Eine Freundin, Maria, die in Köln wohnt und die ich lange nicht gesehen hatte, besuchte mich an einem der Nachmittage. Das hat mich sehr gefreut. Eine Freundin von Renée kam zweimal und brachte jeweils eine andere Freundin mit. In einem der anderen Räume, die vom Ausstellungsflur aus zugänglich sind, übte regelmäßig eine Pianistin, die sehr freundlich und sehr interessiert war. Schon in der Woche, in der ich alles aufgehängt habe, freute sie sich, wenn die Comic-Strecke wieder ein wenig länger geworden war. Und ich fand's immer klasse, wenn ich zur Klaviermusik vor mich hin brasseln konnte. Als es auf das Wochenende der offenen Ateliers zuging, kam auch in die anderen Räume links und rechts des Flurs Leben. Einmal wuselte eine Fotografin, die erst ziemlich verpeilt wirkte, im Flur herum. Später brachte sie mir Kuchen, las die Comics und stellte Fragen dazu. Eine andere Künstlerin, die in der Halle eine Installation vorbereitete (die mit der Fliege), war fasziniert von Ilses Comics.

Dann gab es noch die beiden Herren, die im comicguide.net als "Underduck" und "Maxithecat" unterwegs sind, bei der Ausstellungseröffnung Fotos gemacht und Eindrücke gesammelt haben und diese in eine bildreiche und herzliche Berichterstattung münden ließen, wofür ich mich nur überschwänglich bedanken kann.

Sehr herzlichen Dank auch an Sercan, der mit PLOP eher nix am Hut hatte, aber ein leidenschaftlicher Comic-Fan und Filmer der Treppenhauskonzerte ist. Den Film, den er vom Eröffnungstag aufgenommen und so schnell geschnitten und ins Netz gestellt hat, finde ich klasse. Passt einfach. Die coolen türkischen Comic-Magazine, die er großzügigerweise ausgelegt hatte, waren für manche/n eine Überraschung.

Schön, dass die 16 Tage viel bunter wurden, als ich ganz am Anfang gedacht hätte.

Viele Grüße
Heike

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Peter L. Opmann« (8. November 2011, 10:48)


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Montag, 21. November 2011, 21:19

Nach der Ausstellung

Im Zusammenhang mit der Kölner Ausstellung gab's folgende "post-eventliche" Vorschläge:

So Bernhard will: eine kommende PLOP-Ausgabe z.B. als Katalog zur Ausstellung, also mit Abdruck der ausgestellten Comics (in Auszügen) und einem Artikel (von Andreas?) mit vielen Fotos und Weblink(s) zu Sercans (und Peters angekündigtem?) Video usw.

"30 Jahre PLOP" als Wanderausstellung, wenn es Leute gibt, die Lust dazu haben, eine solche Ausstellung in ihrer Gegend zu organisieren.

Denkbar wäre auch eine Ausstellung in Erlangen während des Comic-Salons. Wenn die Organisatoren des Salons kein Interesse haben, wäre eine Kneipe oder ähnliches als Ausstellungsraum denkbar. Hier sind vor allem Erlangen-Kenner gefragt.

Bei allem ist natürlich die Erlaubnis der beteiligten ZeichnerInnen einzuholen.

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