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Dienstag, 2. Oktober 2018, 20:58

Eine Besprechung zu "Drei Wege" von Julia Zejn, erschienen im Avant Verlag:


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Samstag, 6. Oktober 2018, 16:39

… und in der gleichen Ausgabe war noch eine Besprechung zu "Kochen mit Kafka" von Tom Gauld, erschienen in der Edition Moderne:

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Samstag, 6. Oktober 2018, 18:30

Eine Besprechung zu "Drei Wege" von Julia Zejn, erschienen im Avant Verlag:
Danke, ich finde die Geschichten spannend. Ich habe eine Seite darüber gefunden mit einem Auszug ihrer Bilder: http://juliazejn.de/work/drei-wege/

… und in der gleichen Ausgabe war noch eine Besprechung zu "Kochen mit Kafka" von Tom Gauld, erschienen in der Edition Moderne:
Imponiert mich sehr, dass mit wenigen Strichen soviel Wirkung erziehlt werden kann:
https://www.tomgauld.com/








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Dienstag, 16. Oktober 2018, 12:44

Und das war in der heutigen Ausgabe der Rheinischen Post und klingt auch sehr interessant, finde ich: Eine Besprechung zu "Pirouetten" von Tillie Walden. Sie ist 23 Jahre alt und hat für diesen Comic den Eisner Award bekommen.



https://www.reprodukt.com/produkt/graphicnovels/pirouetten/

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kurisuno (16.10.2018)

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Montag, 12. November 2018, 21:33

Stan Lee ist gestorben. Obwohl ich ihn natürlich überhaupt nicht kannte, berührt mich das irgendwie.

www.spiegel.de/kultur/kino/stan-lee-ist-…-a-1238084.html

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kurisuno (13.11.2018)

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Dienstag, 20. November 2018, 06:21

Ich habe diesen Blog gefunden von Exelsior zu Ehren von Stan Lee:
https://mdgtop.blogspot.com/2018/11/excelsior.html?m=1
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Dienstag, 20. November 2018, 10:12

Danke für den Link. Woher rührt Dein Interesse an Stan Lee?

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88

Dienstag, 20. November 2018, 20:11

Ich habe angefangen Superhelden Comics zu lesen. :)
Ausserdem faszinieren mich die Entstehungsgeschichten der Comics und natürlich Lebensgeschichten der Comic Zeichner / Autoren.

Woher rührt Dein Interesse an Stan Lee?
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Dienstag, 20. November 2018, 22:37

Ich habe angefangen Superhelden Comics zu lesen. :)


Sehr löblich!

Nein, im Ernst: Ich war gerade Kind, als in Deutschland Marvel-Comics in einer sehr originalgetreuen Fassung und kontinuierlich ab der Nummer 1 herauskamen. Der Name Stan Lee ist mir daher seit mehr als 40 Jahren vertraut. Es war aber eine Ausnahmeerscheinung. Es wurde damals mit den Superkräften meistens nicht übertrieben. Stattdessen sollten Superhelden in ihrer normalen Identität wirklich Menschen wie du und ich sein. Ich mag Superheldencomics nicht, die das nicht haben, ich mag keine, in denen alle über unermeßliche, kosmische Kräfte verfügen. Und ich mag auch keine endlosen Serien mit vielen Paralleluniversen.

Aus diesem Kram bin ich herausgewachsen. Aber ich lese gerade nochmal die Marvels, die herauskamen, als ich ein Kind war - recht aufschlußreich.

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kurisuno (21.11.2018)

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Mittwoch, 21. November 2018, 20:54

Stattdessen sollten Superhelden in ihrer normalen Identität wirklich Menschen wie du und ich sein. Ich mag Superheldencomics nicht, die das nicht haben, ich mag keine, in denen alle über unermeßliche, kosmische Kräfte verfügen.
Ja, das hat mich bisher abgehalten, diese Comics zu lesen. Wenn es in ihren normalen Identität Menschen wie du und ich sind gefällt es mir schon besser.


Ich habe nun erst " Superman ERDE EINS" von J. Michael Straczynski und Shane Davis gelesen (DC Comics). Dieser Band hat mir bisher gut gefallen.
Ich kann es natürlich schlecht vergleichen, da ich bisher einen großen Bogen um diese Comics gemacht hatte :D

Aber ich lese gerade nochmal die Marvels, die herauskamen, als ich ein Kind war - recht aufschlußreich.
In wie fern aufschlußreich? Nimmst du die Geschichten anders war als früher?
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Mittwoch, 21. November 2018, 22:09

Das gehört nicht mehr richtig hierher. Aber ich will die Frage beantworten.

Naheliegenderweise bin ich heute nicht mehr so leicht zu beeindrucken wie mit zwölf. Mir fallen eher logische Fehler und Widersprüche in der Handlung auf. Ich merke auch, daß Figuren manchmal nicht konsistent sind. Es sind Figuren, die mal so und mal so eingesetzt werden, wie es der Autor halt braucht. Aber der Soap-Effekt stellt sich wieder ein, das heißt, man lebt ein bißchen in dieser Welt mit und will natürlich wissen, wie es weitergeht. Bei Marvel gibt es Entwicklungen über viele Ausgaben hinweg, etwa vom Kennenlernen und Anfreunden über zwischenzeitliche Krisen bis zur Heirat, respektive Katastrophe. Ich rede gerade von Peter Parker (Spider-Man) und seiner Freundin Gwen Stacy - sie wird eines Tages vom Grünen Kobold als Geisel genommen und stirbt im Kampf. Peter heiratet später Mary-Jane, die ihm in seiner Trauer um Gwen beisteht. Bei DC gab es das lange Zeit nicht - Lois Lane wollte immer geheiratet werden, aber Superman hat ihr nie den Gefallen getan. In DC-Serien änderte sich nichts. Es gab auch keine Fortsetzungsstorys.

Ich habe allerdings als Kind die Marvel-Serien generell als viel konstanter empfunden. Heute sehe ich, daß es gelungenere und weniger gelungene Episoden gibt. An der Serie arbeiten ja unterschiedliche Künstler. Auch Stan Lee wird später als Autor abgelöst. Da ist das nicht verwunderlich. Aber ich habe es damals, vor 40 Jahren, nicht gemerkt. Heute brauche ich solche Serien nicht mehr; ich muß mich nicht mehr in eine Phantasiewelt hineinfühlen. Aber ich gebe zu, daß es angenehme nostalgische Gefühle auslöst, wenn ich diese alten Sachen nochmal lese. Ich habe zuerst die Serie "Die Fantastischen Vier" von Band 1 bis ungefähr 100 wiedergelesen, jetzt "Die Spinne" und bin gerade bei Band 87. Ich schreibe auch immer ein paar Absätze über jedes Heft. Dieser Text hat natürlich inzwischen insgesamt schon Buchumfang.

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Donnerstag, 22. November 2018, 05:59

Vielen Dank für deine Ausführungen.
Ich ziehe den Hut vor deinem Fleisß jedes Heft zu kommentieren und vielleicht auch einmal zu veröffentlichen?

Ich werde dann mich einmal an ein Marvel Comic einlesen :)
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Donnerstag, 22. November 2018, 07:51

"Superman Erde eins" kenne ich nicht (nur dem Namen nach), aber Marvel-Comics würde ich nur eingeschränkt empfehlen. Ich empfehle die Klassiker, die allerdings schon recht naiv sind, und ich empfehle die weiteren Hefte bis etwa Erscheinungsjahr 1970 bis 1972 (US-Erscheinen). Bei Williams erschienen diese Sachen rund zehn Jahre später. Williams-Hefte sind allerdings teuer, soviel ich weiß. Man kann zu den Schubern "Spider-Man komplett" greifen (das ist immer ein Jahrgang), und in USA gibt es Omnibusse, also dicke Bände mit 20 bis 30 Heften drin. die hießen früher "Essential".

Ach so: Die Anmerkungen zu alten Marvel-Heften veröffentliche ich schon - in einem anderen Internetforum.

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Freitag, 23. November 2018, 07:46

So sieht das zum Beispiel aus: "Spinne" # 87

Diese Ausgabe hat bei mir einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen. Es war wohl eine meiner ersten Konfrontationen mit Erotik. Die Spinne hatte es generell nur selten mit weiblichen Gegnern zu tun. Mir fällt da lediglich die Schlangenfrau Prinzessin Python im Zirkus des Schreckens ein und Madame Medusa in „Spinne“ # 63 – bemerkenswert, da sich in Peter Parkers Privatleben einige Frauen tummeln: Liz Allen, Betty Brant, die Freundin der Fackel, natürlich Gwen und Mary-Jane. Aber es war in den 60er Jahren vermutlich recht heikel, die Spinne gegen Frauen kämpfen zu lassen. Peter ist mit seinen Freundinnen auch immer nur eine Limo trinken gegangen.

Diese Story schöpft die Möglichkeiten der erotischen Begegnung – im Rahmen eines Comics für jüngere Leser – ziemlich aus. Madame Medusa war quasi aus dem Nichts aufgetaucht; Prinzessin Python hatte erst nach der Niederlage ihrer Combo versucht, die Spinne mit weiblichen Waffen zu bezwingen. Hier tritt die Schwarze Witwe auf (bekannt aus „Der Eiserne“ und „Die Rächer“), und das wird überlegter inszeniert. Sie hat, wie in einem Rückblick verdeutlicht wird, im Marvel-Universum noch nicht viel ausgerichtet und hatte Pech mit ihren Liebhabern Falkenauge und dem Roten Wächter. Um all das zu vergessen, will sie wieder als Superheldin aktiv werden. Und da scheint Stan Lee ein Gedanke gekommen zu sein: Die Schwarze Witwe sollte ursprünglich vermutlich eine gefährliche, womöglich männermordende Frau sein. Aber die Schwarze Witwe gehört zu den Spinnentieren; daher fügte er es so, daß sie der Spinne über den Weg läuft und sie sich zum Vorbild nimmt.

Vorher wird sehr ausführlich gezeigt, wie die Schwarze Witwe ihr Kostüm wechselt. Anstelle dem violetten Dress mit Netzstrümpfen und kleinem Cape schneidert sie sich nun eine Art Taucheranzug mit Waffen im Hüftgürtel und an den Handgelenken. Peter Parker taucht inzwischen wieder bei den Stacys auf. Gwen entdeckt oberflächliche Wunden in seinem Gesicht, die er sich im Kampf mit Kingpin zugezogen hat. Das wirft wieder unangenehme Fragen nach seinem Verhältnis zur Spinne auf. Weil ihm keine Ausrede einfällt, verabschiedet er sich schnell.

Zu allem Überfluß scheint Peter krank zu werden. Er verwandelt sich in die Spinne, weil er in Sorge ist, er könnte seine Superkräfte verlieren. Jedenfalls kann er nur recht wackelig durch die Gegend schwingen. Da trifft ihn ein Lähmstrahl der Schwarzen Witwe. Das ist der einzige Punkt, an dem in meinen Augen die Logik versagt: Die Witwe greift die Spinne an, weil sie herausfinden möchte, was es mit ihren Fähigkeiten auf sich hat. Aber diese Variante ist immer noch besser als das gern verwendete Mißverständnis zwischen zwei Helden. Die Spinne ist nicht in Topform. Sie läßt den Angriff über sich ergehen, bis sie weiß, wer da attackiert und aus welchem Grund. Als die Witwe meint, sie habe die Spinne gefesselt und besiegt, zerreißt sie die Fesseln und macht ihre Handgelenk-Waffen unschädlich. Die Witwe erkennt, daß sie gegen die Spinne nicht ankommt, und flieht. In ihrem Loft wirft sie sich im Morgenmantel in Pose und sinniert: „Ich habe meine eigenen ungewöhnlichen Kräfte… meinen eigenen Kampfstil… und meine eigene Bestimmung zu erfüllen. Und welche Gefahren auch vor mir liegen… ich werde ihnen als die Schwarze Witwe begegnen!“ Ein Bösewicht würde einen solch stilvollen Abgang nicht bekommen.

Der Spinne geht es mittlerweile immer schlechter. Sie schleppt sich nach Hause und beschließt, ihr Blut zu untersuchen. Zu einem Arzt kann sie nicht gehen, ohne ihre Geheimidentität zu gefährden. Aber Peter kann sich nicht dazu durchringen, einen Blick durchs Mikroskop zu werfen. Er hätte die Chance zu erkennen, daß er wieder ein normaler Mensch ist, aber davor hat er zugleich Angst. Nächste Ausgabe: „Endlich demaskiert!“

Das Besondere an diesem Heft ist der ausführliche Blick auf die äußerst attraktive Schwarze Witwe. Der Leser ist sogar dabei, wenn sie sich in ihrem Schlafzimmer umzieht, wobei man freilich nur ihre Silhouette sieht. Von ihrem neuen Kostüm kann ein junger Leser auch etwas lernen: Frauen definieren sich durch ihre Kleidung und ihren Look. In der Auseinandersetzung mit der Spinne schlägt sich die Schwarze Witwe, jedenfalls im Dialog-Duell, ganz achtbar. Kostprobe: „Glaub ja nicht, ich sei hilflos, nur weil ich so anschmiegsam bin!“ – „Anschmiegsam? Der Schlag fühlte sich an, als hätte ein Nashorn ihn ausgeführt!“

Ich gestehe, die Story spricht mich noch heute an, auch wenn sich die erotischen Effekte sicher abgenutzt haben. Bezaubernd anzusehen ist die Schwarze Witwe aber immer noch, John Romita gibt ihr nur sehr übertrieben lange Beine. Daß überwiegend aus ihrer Perspektive erzählt wird, ist ungewöhnlich und macht die Story ansprechender. Nicht nur, daß die Spinne gegen eine Frau kämpft, ist relativ neu, auch, daß die Lebensgeschichte und Motivation dieser Frau aufgerollt wird. Ein Gegner der Spinne, in den man sich hineindenken und einfühlen kann. Das macht die große Wirkung aus. Für den Umfang von 19 Seiten ist die Story auch recht anspruchsvoll und geschickt konstruiert. Der Actionteil fällt natürlich mit etwa fünf Seiten recht kurz aus. Apropos 19 Seiten: Da liegt wohl doch keine Kürzung vor, sondern die Spider-Man-Storys sind offenbar eine Seite kürzer geworden.

(Um den Zusammenhang zu wahren: Geschrieben hat diese Geschichte Stan Lee.)
»Peter L. Opmann« hat folgendes Bild angehängt:
  • spinne87.jpg

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kurisuno (23.11.2018)

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Samstag, 24. November 2018, 14:02

Vielen Dank für das Beispiel aus "Spinne" #87.
Dieses Heft klingt wirklich spannend.
Ich empfehle die Klassiker, die allerdings schon recht naiv sind, und ich empfehle die weiteren Hefte bis etwa Erscheinungsjahr 1970 bis 1972 (US-Erscheinen). Bei Williams erschienen diese Sachen rund zehn Jahre später. Williams-Hefte sind allerdings teuer, soviel ich weiß. Man kann zu den Schubern "Spider-Man komplett" greifen (das ist immer ein Jahrgang), und in USA gibt es Omnibusse, also dicke Bände mit 20 bis 30 Heften drin. die hießen früher "Essential".
Danke für die Empfehlungen. Ich habe inzwischen im Internet etwas recherchiert. es sind offenbar richtige Sammler Stücke darunter, wenn ich die Preise so anschaue.. :)
"Superman Erde eins" kenne ich nicht (nur dem Namen nach)
Darin wird die Geschichte von Superman neu und zeitgemäß erzählt. Ich finde die Geschichte recht einfühlsam geschrieben. Superman sucht erst noch seinen Platz in Metropolis.
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Samstag, 24. November 2018, 14:12

Ich habe einen Artikel gefunden für solche wie ich, welche keine Ahnung von der Superhelden Geschichte haben.

Offenbar soll es Sommer 2019 eine Neuauflage der Superman Reihe 1939 geben.
Michael Bendis (Comic Autor) hat nach 20 Jahren von Marvel nach DC gewechselt.
https://www.luzernerzeitung.ch/newsticke…lden-ld.1025424
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Samstag, 24. November 2018, 16:15

Offenbar soll es Sommer 2019 eine Neuauflage der Superman Reihe 1939 geben.


Also ich möchte nichts gegen Superman und DC sagen. Hattest Du Gründe, Dir diese Serie auszusuchen?

Die allererste Superman-Story habe ich in meiner Sammlung; die wurde mal im Superman-Superband # 1 von Ehapa nachgedruckt. Ebenso ist die Entstehungsgeschichte von Superman immer wieder neu erzählt worden. Ich weiß nicht, ob man sehr viel davon hat, die Comics von 1939/40 zu lesen, denn die stammen halt schon aus einer ganz anderen Zeit. Außerdem sind die Hefte immer in sich abgeschlossen und variieren nur die Gegner, mit denen Superman fertigwerden muß. Das Element der Soap Opera fehlt.

Genau das hat Stan Lee Anfang der 60er Jahre "erfunden" - im US-Fernsehen gab es natürlich schon Serien wie "Die Springfield-Story". Man war vorher davon ausgegangen, daß sich Kinder nicht unbedingt jeden Monat ein Comicheft kaufen und eher verschreckt würden, wenn man wissen muß, was in der vorigen Ausgabe passiert ist. Lee hat dann diese Regel gebrochen und hat zugleich versucht, ältere Jugendliche anzusprechen. Was ich mit zwölf Jahren gelesen habe, wäre eher für etwa 15jährige gedacht gewesen. Später haben auch Studenten, generell Akademiker die Marvel-Comics gelesen - unter dem Aspekt, daß das "camp" ist (ein Kunstbegriff).

DC hat lange an ihrem Stil festgehalten und wurden Ende der 60er jahre von Marvel in den Verkaufszahlen überflügelt. Heute sind Marvel und DC nach meinem Eindruck nicht mehr so klar unterscheidbar. Nur: Superman, Batman und die anderen DC-Galeonsfiguren sind nie menschliche Helden in der Art von Marvel geworden.

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Donnerstag, 29. November 2018, 18:32

Also ich möchte nichts gegen Superman und DC sagen. Hattest Du Gründe, Dir diese Serie auszusuchen?
Nein, das war eher zufällig. Ich habe mit "einem" Superhelden einfach angefangen um mir ein Bild von dieser Art Comics zu machen. Meine Lieblings Comics sind halt eher auch diese von meiner Jugend: Asterix, Lucky Luke, Gaston, Spiro und Fantasio, Marsupilami oder Clever & Smart.


Ich weiß nicht, ob man sehr viel davon hat, die Comics von 1939/40 zu lesen, denn die stammen halt schon aus einer ganz anderen Zeit.
Da könntest du recht haben. Es ist sicher schwierig sich in diese harte Zeit zurück zu versetzen. Rein "geschichtlich" hätte es mich interessiert den ersten Band zu lesen.

Nur: Superman, Batman und die anderen DC-Galeonsfiguren sind nie menschliche Helden in der Art von Marvel geworden.
Danke. Dachte immer Batman sehr eher menschlicher als Superman ;)
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Donnerstag, 29. November 2018, 22:20

Dachte immer Batman sehr eher menschlicher als Superman ;)



Haha, ich könnte mir vorstellen, daß Du Bruce Wayne gern heiraten würdest - er ist schließlich Multimillionär. Aber DC-Helden unterscheiden sich grundlegend von Marvel-Figuren. Bruce Wayne hat vielleicht auch mal ein Problem, aber Peter Parker (Spider-Man) wird ständig von Problemen gequält. Er hat in seiner normalen Identität nichts Heldenhaftes. Er ist so wie wir.

Wenn Du mal Zeit haben solltest, schau Dir diese Dokumentation an: www.youtube.com/watch?v=XiuusaPPuZ4 Etwa bei 11:40 erklärt Ramona Fradon, eine DC-Künstlerin, für meine Begriffe sehr gut, was der Unterschied ist, durch einen Vergleich mit dem altgriechischen Theater.

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Sonntag, 2. Dezember 2018, 18:48

Wenn Du mal Zeit haben solltest, schau Dir diese Dokumentation an: www.youtube.com/watch?v=XiuusaPPuZ4 Etwa bei 11:40 erklärt Ramona Fradon, eine DC-Künstlerin, für meine Begriffe sehr gut, was der Unterschied ist, durch einen Vergleich mit dem altgriechischen Theater.
Vielen Dank. Ich habe die Dokumentation angeschaut. Ja, jetzt es mir auch klarer 8)
Finde ich gut, wenn die Probleme direkt in den Comics angesprochen werden. Sten Lee und Co haben vieles bewirkt.
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