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2 861

Montag, 8. Oktober 2007, 17:25

@dr. Mowinkel :D:
»Herge« hat folgende Dateien angehängt:
  • b97.jpg (20,92 kB - 274 mal heruntergeladen - zuletzt: 7. September 2019, 08:34)
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  • Taube.jpg (29,87 kB - 310 mal heruntergeladen - zuletzt: 24. Juni 2019, 15:44)
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Dr. Mowinckel

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2 862

Montag, 8. Oktober 2007, 17:31



Es lebe Dr. Steel! Kelp wird dir daz sicher mehr sagen können :>
Wir können nicht anhalten, das ist Fledermausland!!

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2 863

Montag, 8. Oktober 2007, 17:52

@Kellerkind: DAS ist Dr. Steel: Neben Mr. T, Chuck Norris (der richtige, nicht die Fälschung von Quezo), unserem ehemaligen Chemielehrer und vielleicht ein paar anderen, die mir grad nicht einfallen, einer der coolsten Personen und Vorbilder im Universum!
www.doctorsteel.com sag ich da nur.
Die Seite enthält viel Musik [SIZE=7]mit unterschwelligen Nachrichten[/SIZE] und andere tolle Sachen [SIZE=7]mit unterschwelligen Nachrichten[/SIZE], für die man aber den [SIZE=7]kostenlosen[/SIZE] Flash Player braucht ;)

Könnt ja auch einfach mein Englischreferat reinposten, doch ich zweifle daran, dass es sich jemand durchlesen wird :P



christian

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2 864

Montag, 8. Oktober 2007, 18:25

Zitat

Original von Kelp
Könnt ja auch einfach mein Englischreferat reinposten, doch ich zweifle daran, dass es sich jemand durchlesen wird :P

Ich würds mir mal gern durchlesen. Nachdem ich mir schon die komplette Seite mehrmals angeschaut hab. :)

Kellerkind

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2 865

Montag, 8. Oktober 2007, 19:08

Mein Computer simuliert grade...





EINEN BRENNVORGANG, Mensch!

Stumpi

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Montag, 8. Oktober 2007, 20:28

@christian:
Das Problem bei einer Konzentration auf Namen ist die unabwendbare Tatsache, dass dein Referat durchschaubar wird.
Deine Mitschüler, du musst davon ausgehen, dass sie sich mehrheitlich langweilen werden, sind ungeduldig. Sobald das Referat eben durchschaubar (Personengebunden) aufgebaut ist, hast du dir selber den Bärendienst erwiesen, also nimm lieber Abstand davon.
Setze unbedingt Rationalismus und Kritizismus in den richtigen historischen und sozialen Kontext. Diese Gedanken müssen ja irgendwie einen Start genommen haben durch irgendwelche Begebenheiten...
Kritizismus ist nicht durch Kant begründet worden, sondern eine Strömung die durch Kant beeinflusst wurde bzw. auf dessen Lehren basiert. Dein Unterpunkt 4.1. lässt aber darauf schließen. Das ist aber falsch und leider deckt sich dieser Fehler mit dem Eintrag bei wikipedia, der man sowieso nie vertrauen sollte ;) wie du schon indirekt selber richtig sagtest.
Der Kritizismus und der Rationalismus unterscheiden sich vorallem in einem Kernpunkt.
Während der Rationalismus das RATIONALE Denken des Individuums in den Vordergrund rückt und ihr Handeln von der Fähigkeit des freien Denkens ableitet, ist der Kritizismus ein Standpunkt, dass von den Lehren Anderer auf die Eigenen Rückschlüsse zieht, diesen KRITISCH begegnet, diese hinterfragt und zu widerlegen versucht. (Mach nicht den Fehler, den Reflexionsbegriff der Negation oder die Transzendentrallehre auszuschlachten, die alle im Zusammenhang mit dem Kritizismus stehen)
Empirismus ist der Gedanke, dass der Mensch zu seiner Bildung und der Fähigkeit frei Denken und Entscheiden zu können (was der Rationialismus bereits vorraussetzt) erst einmal Erfahrungen (gr. ~ empereios) sammeln muss. Ohne diese Erfahrungen hat der Mensch quasi nicht die Grundlagen des freien Denkens und Handelns, denn diese muss man erarbeiten; durch Erfahrung, also durch erworbene Kenntnisse eröffnet sich erst der Rationalismus, der als der unereichbare göttliche Optimalzustand gesehen wird, denn kein Mensch hat jemals ausgelernt, wenn ich verständlich machen konnte. bsp: Gleichnis vom Reisenden. "Was und inwiefern kann man über fremde Orte, Kulturen, Begebenheiten wissen, ohne sie jemals gesehen oder direkt erfahren zu haben?"
(ich wiederhole: bau dein Referat nicht an Namen auf sondern am Inhalt der Theorien und folgere dadurch Namen und geschichtlich sozialen Background)
so ein crap alter. funzt mal wieder nichts.

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2 867

Montag, 8. Oktober 2007, 21:10

Zitat

Original von christian
Ich würds mir mal gern durchlesen. Nachdem ich mir schon die komplette Seite mehrmals angeschaut hab. :)

Das Referat selber kann ich doch nicht hergeben, weil ich's ein wenig komisch auf der Festplatte verteilt hab, aber der original Wikipediaartikel (der leider gelöscht wurde) steht zur Weiterverbreitung bereit.
(Das Handout vom Ref hab ich doch noch gefunden)


Kurzinfo (158.5 KB)
http://www.megaupload.com/?d=MDZA43N0

Wiki Eintrag (178.5 KB)
http://www.megaupload.com/?d=506AQSQA

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Stumpi

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2 868

Montag, 8. Oktober 2007, 21:27

überlegt euch gut, inwiefern ihr wikipedia vertraut.
ich bin subjektiv zwar auch nur ein internetmedium dass zum informationsaustausch bereitsteht, aber man weiß um die Tücken der Encyclopedie. Lehrer sind nicht sehr angetan, wenn man vom Internet abkupfert. So viel von mir.
Hopfen und Malz - Gott erhalts
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Dr. Mowinckel

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2 869

Montag, 8. Oktober 2007, 21:33

Und wieder mal - vielen Dank für deinen langen Text =)
Auch wenn ich nich Christian heisse :>

Ich hatte heute eine Unterhaltung mit meinem D-Lehrer, dem ich den Teil über Descartes gegeben hatte. Soweit bin ich schon. Er fand es ganz ok. Zugegeben - es ist relativ oberflächlich, basiert auf nur einer Quelle und in "simple Speak", aber dafür, dass ich die ganze Philosophie eines Zeitalters in 30 Minuten erklären soll, ganz ok.

Dass ich weniger Personen, sondern mehr "gesamt" machen soll, hat der D-Lehrer auch gesagt ("Die ganze Biographie von dem Typen brauchst jetzt ned unbedingt").

Setze unbedingt Rationalismus und Kritizismus in den richtigen historischen und sozialen Kontext.

Ich würde gerne, doch ich habe nicht genug Zeit, wirklich alle Bücher, die ich habe, durchzulesen und richtig zu verstehen.
Könnte ich dich zitieren - ich würde es. Du bringst das alles so schön auf den Punkt :>

Wenn ich dir meinen Text zeige, wirst´ wahrscheinlich sagen, dass alles kompletter Humbug ist, aber ich hoffe das Beste ;) Ich muss noch einiges ändern, es ist die erste Version, die, die ich auch meinem D-Lehrer gegeben hatte. Ich wil jetzt nicht das komplette Forum nerven, wenn du Lust hast (was natürlich großartig wäre), kopier einfach den Text und vergrößer ihn in Word.

[SIZE=7]Descartes wurde 1696 in Frankreich geboren. Bei den Jesuiten wurden ihm Philosophie und Mathematik gelehrt. Er war ein ausgezeichneter Student und legte sein juristisches Examen an der Universität vom Poitiers ab. Das cartesische Koordinatensystem und das Kurvendiagramm wurden von ihm erfunden.

Er war von der Mathematik fasziniert, da man aus einzelnen, leicht einsehbaren Annahmen bzw. Prämissen zu Schlussfolgerungen gelangen kann, welche selbst nicht unmittelbar einleuchtend sind aber ganz sicher wahr sind.
Die Frage war, ob man diese Methode nicht auch ausserhalb der Mathematik anwenden könnte und so ein Fundament für ein absolut wahres Wissen anlegen kann.
Ale er nach unbezweifelbaren Prämissen suchte, durchlief er 3 Entwicklungsstufen:

Zuerst wandte er sich der direkten Beobachtung seiner Umwelt zu. Er bemerkte, dass sich, egal wie genau er seine Umwelt betrachtete, er sich nie sicher sein konnte, dass die Dinge tatsächlich so waren, wie er sie warnahm.

-> Folie/Beispiel: Ast im Wasser ungerade, beim Herausziehen gerade.

Danach nahm er sich der Traumwelt an. In seinen Aufzeichnungen steht, dass er sich desöfteren absolut sicher war, eine bestimmte Tätigkeit auszuüben, bis er aufwachte. Niemals kann man sich absolut sicher sein, nicht zu träumen oder zu halluzinieren

In der letzten Phase stellte er eine Hypothese auf:
Angenommen, ein böser Geist täuscht meine Wahrnehmung, ohne dass ich davon weiss. Gibt es dann irgendetwas, über dass er mich nicht täuschen könnte?
Descart dachte, dass es sowas gibt:
Ich träume davon, ein Buch zu lesen. Tatsächlich lese ich kein Buch. Aber dass ich annehme, ein Buch zu lesen, ist unwiderlegbar.
Daraus kann man auf anderes schließen, vor allem, dass ich weiß, dass ich ein existierendes Wesen bin.

Cogito ergo sum.

Ich denke, also bin ich.


[/SIZE]

P.S.: Was ist schlimm daran, wenn die Schüler den Aufbau des Referats durchblicken? Ich kapiers nicht ganz... Und Wiki sagt, Descartes hat das cartesische System nicht erfunden ?( Ach, ich glaube meinem Buch :>
Wir können nicht anhalten, das ist Fledermausland!!

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Stumpi

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2 870

Montag, 8. Oktober 2007, 21:58

doktor mowinckel ich entschuldige mich bei dir, ich war zu sehr in meine ellenlangen texte versunken, die ich gerne verfasst habe, solange sie dir irgendwie helfen konnten...

Der Descartes-Teil ist inhaltlich sehr gut.
Beim 3. Absatz "(Zuerst wandte er sich der direkten Beobachtung seiner Umwelt zu. Er bemerkte, dass sich, egal wie genau er seine Umwelt betrachtete, er sich nie sicher sein konnte, dass die Dinge tatsächlich so waren, wie er sie warnahm.", kannst du noch folgendes reinnehmen, was einen sehr interessanten Vergleich schafft.
Die Heisenberg'sche Unschärferelation (1927) aus der Physik, wonach die genaue Lokalisierung eines Elektrons nicht möglich ist, denn je genauer der Anspruch der Meßgenauigkeit, desto ungenauer die Messung.

Je mehr sich ein Betrachter mit seiner Umwelt beschäftigt, desto eher muss er die Tatsächlichkeit des Wahrgenommenen hinterfragen, meint Descartes, weil er als Mensch, auf seine Fähigkeiten (5 Sinne) reduziert, niemals sicher sein kann, ob ihm diese Fähigkeiten ausreichend zur Seite stehen.
Die Unschärferelation, die bewiesen ist, erhebt eine vergleichbare Thematik. Je mehr der Betrachter versucht einen Sachverhalt zu verstehen (ein Elektron/Teilchen zu lokalisieren) desto mehr gelingt das Gegenteil.
Wovon aber Descartes beim menschlichen Empfinden ausgeht, passiert bereits in der uns bekannten Physiktheorie am Beispiel der Unschärferelation.
Wenn du wirklich willst, könntest du das einbauen, ohne es auf dem Handout zu präsentieren.
Ich gebe absolut nur Tipps und ich weiß du weißt sie zu schätzen, respekt an dich. ich stehe dir zur seite !!how ryan!!
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2 871

Montag, 8. Oktober 2007, 22:13

Ah Stumpi, halte er ein!

<klugscheißermodeus>
Soweit ich weiß, beschreibt die Heisenbergsche Unschärferelation folgendes: Zwei Eigenschaften eines Teilchens (zB Spin und Ort) können nicht gleichzeitig beliebig genau bestimmt werden.
Je genauer die eine Eigenschaft bestimmt wird, desto ungenauer wird eine andere.
</klugscheißermodus>

Ansonsten lässt es sich natürlich auch so auf Descartes übertragen, deshalb Respekt an deinen Gedankengang, ich kann ihn nur weiterempfehlen.

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2 872

Montag, 8. Oktober 2007, 22:15

Der Descartes-Teil ist inhaltlich sehr gut.

:] 8) ;)

Ich werde morgen mit meinem Referat weitermachen, wenn du willst, halte ich dich auf dem Laufenden :>

Heisenberg werde ich wahrscheinlich mit einbauen. Das Problem bei Heisenberg ist ja, dass ich die absolute Momentangeschwindigkeit eines Objekts gar nicht messen kann, weil man dazu ein Zeitintervall benötigt, welches diese Messung wieder verzerrt. Man kann nur höchste Wahrscheinlichkeiten mathematisch herausrechnen. Mal kucken, ich bin zuversichtlich.

Gute Nacht!
Wir können nicht anhalten, das ist Fledermausland!!

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Dienstag, 9. Oktober 2007, 00:25

Zitat

Original von Kellerkind
Ah Stumpi, halte er ein!

<klugscheißermodeus>
Soweit ich weiß, beschreibt die Heisenbergsche Unschärferelation folgendes: Zwei Eigenschaften eines Teilchens (zB Spin und Ort) können nicht gleichzeitig beliebig genau bestimmt werden.
Je genauer die eine Eigenschaft bestimmt wird, desto ungenauer wird einer andere.
</klugscheißermodus>

Ansonsten lässt es sich natürlich auch auf Descartes übertragen, deshalb Respekt an deinen Gedankengang, ich kann ihn nur weiterempfehlen.


danke für deinen klugscheißermodus, auch dass ist essentiell zu wissen und schön das du es erwähnst, weil ich es aussparen wollte. Beide Eigenschaften im Zusammenspiel dienen zur Lokalisierung des Teilchens. Konkret gesagt, müsste man feststellen, dass die Messung des Teilchen-Impulses Auswirkungen auf den tatsächlichen Ort hat, was auch der Fall ist. Je genauer man den Impuls der Teilchen ( z.B hunderttausendstel) messen kann, desto grober kann man dann nurnoch den Ort zum Zeitpunkt der Messung angeben. Das ist quasi die Idee dahinter. Deshalb sprach ich globalisierend von Lokalisierung des Teilchens, ohne näher darauf eingehen zu wollen

Mir ist noch ein Gedanke zum Empirismus eingefallen. Uns ist bekannt, dass der Empirist, durch das Sammeln von Erfahrung, dem Geist des idealen Rationalismus nahekommen möchte. Hierzu kennen wir nun auch die These des Reisenden.
Man möge sich vorstellen, dass diese Thesen von Empirismus und Descartismus etwa 400 Jahre alt sind. Der Gedanke sich eine Meinung über einen Sachverhalt erst dann zu bilden, wenn man ihn explizit kennengelernt und erfahren hat ist also mindestens genauso alt (eher älter --->Mauren, Griechen).
Die Aufklärung, Teil sind alle diese erwähnten Philosophien, sollten den Glauben der Menschen im Mittelalter durch den Gedanken der Vernunft ersetzen. Nur erlaubt der Begriff der Vernunft viele Interpretationsmöglichkeiten und womöglich ist sogar jede dieser Theorien richtig. Denn Vernunft bietet eine große Bandbreite.

Ich möchte am Beispiel der Juden, verdeutlichen was ich meine: Im Mittelalter manifestierte sich die Meinung, Juden wären dreckig, vergifteten Brunnen, tränken Blut etc. Damals war der gewöhnliche Mensch in seinem Handeln begrenzt. Gewisse allgemeine Aussagen musste er hinnehmen, denn einerseits konnten anhand einer allgemeingültig gewordenen Meinung, Repressalien gg diese Bevölkerungsgruppe zum Vorteil der Mehrheit und somit ihm (Ausgrenzung aus Berufszweigen, Ghettoisierung in schäbigen Vierteln etc) angewandt werden, andererseits besaß man keine Fülle an Medien und Informationsmöglichkeiten wie heutzutage um allein den Versuch zu unternehmen, diese Behauptungen auf ihren Wahrheitsgehalt zu hinterfragen. Meine Behauptung bezieht sich auf das Mittelalter genauso wie auf das Zeitalter der Aufklärung das diesem folgte (davor Renaissance). Dennoch kam vor knapp 400 Jahren beispielsweise John Locke auf die Idee die Prinzipien des Empirismus zu formulieren.
Heute also 400 Jahre später im 3. Jahrtausend, sind die Menschen, trotz Literatur in überschwemmenden Ausmaßen, Reisemöglichkeiten, Internet noch genauso begrenzt in ihrem Wissen wie zur Zeit der Aufklärung.

Heutzutage wäre es leicht diese Irrglauben widerlegen zu können, aber viele Menschen zeigen garnicht das Interesse und fühlen sich nicht tangiert. Es gibt soviele andere Thematiken die man aufgreifen könnte.
(Wechselwirkung links- & rechtsextremismus, ausländerhass, politikverdrossenheit, sozialsysteme,AIDS) Wer will aber sich mit solchen Thematiken beschäftigen?
"AIDS ist eine Krankheit unter Homosexuellen" (90er Jahre)
"AIDS in Afrika ist auf den ungezügelten Geschlechtstrieb der Schwarzen zurückzuführen" (...nicht etwa auf das Fehlen von Verhütungsmitteln, Hygienischen Mängeln oder ähnlichem)

In unserer europäisch-nordamerikanisch-westlichen Informationsgesellschaft steht es (nahezu) jedem frei, sich zu informieren, sich also klug zu machen über Sachverhalte von Interesse. Die ureigenste Idee des Empirismus war somit nie leichter zu realisieren!
Ich kann es zähneknirschend verstehen, dass es Regionen der Erde gibt, in denen die Menschen nicht mal ansatzweise auf diese Fülle an Information, geschweige den Lebensqualität, zurückgreifen können und so als Nährboden für menschenfremde und -feindliche Ideologien dienen, aber in Europa passiert dies trotz oder aber wegen dieser Informationsfülle.

Je mehr Wissen dem Mensch zur Seite steht, desto weniger will er lernen!

Nun kommt der Descartismus ins Spiel:
Dieser geht von der Möglichkeit des Versagens des Rationalismus/ freien Denkens aus und nennt die Gefahr der Fehlinterpretation von Sachverhalten aufgrund der natürlichen Limitierung des Menschen.
Der Mensch gibt sich gern mit einem groben Überriß von Informationen über einen Sachverhalt zufrieden, der ihn nur begrenzt interessiert. Wenn meine oben geäußerte Theorie richtig ist, dann behaupte ich hiermit, dass jemand, der etwa Ressentiments gg Schwarze oder Juden hegt, sich !meistens! mit einem groben Überriß an Informationen, deren Entstehungsgründe ich ebenso genannt habe, zufrieden gibt und nciht hinterfrägt. Somit interessiert dieser sich nicht für diese Thematik, so dass sein grobes Wissen über diesen Sachverhalt als ausreichend betrachtet wird. Dies kann man dann auf alle möglichen Bereiche ableiten, vorallem welche die auch weniger brisant oder allgemeiner sind: Physik, Biologie, Architektur, Soziologie, Politik, Sport, Geschlecht etc etc.
Ein grober Überblick, ein grobe Idee über den Streitpunkt reicht nunmal.
Aber reicht diese grobe Idee genau deshalb, weil der Mensch sich unterschwellig bewusst ist, dass sich eine tiefergehende Weiterbeschäftigung mit diesem Thema in Schwierigkeiten mit dem eigenen Verständnis äußern wird, weil er sich in immer mehr Fragen verworren wird, je tiefer er in dieses Thema eintaucht?? Begnügt er sich deswegen mit dem oberflächlichen Wissen?
Ich glaube es ist Desinteresse und der Egoismus der Gesellschaft.
Ich meine aber, gerade in Geschichte und Politik ist es wichtig, jedem Menschen ein tiefergehendes Wissen zu verschaffen, denn dadurch entstehen noch heute Misverständnisse und auch Kriege.
Der Descartismus geht nicht von einem direkten prädestinierten Scheitern des Menschen aus, sondern von der Gefahr Sinneseindrücke falsch zu deuten und selbst gewonnene Sinneseindrücke, die sich im Leben permanent als wahr und richtig erweisen, dennoch zu hinterfragen und zu beobachten, da "alles und nichts sein kann"
Ich glaube ebenso, dass der Descartismus hier an seine philosophische Grenze stößt. Der Mensch möchte garnicht die Chance frei zu denken, sondern akzeptiert zu oft das Denken anderer für sich. Deswegen kommt in unserer Zeit weder der Rationalismus und somit erst recht nicht der Descartismus zur Anwendung. Zumindest in vielen Bereichen von wichtiger Natur.

Zitat

Original von Dr. Mowinckel


Heisenberg werde ich wahrscheinlich mit einbauen. Das Problem bei Heisenberg ist ja, dass ich die absolute Momentangeschwindigkeit eines Objekts gar nicht messen kann, weil man dazu ein Zeitintervall benötigt, welches diese Messung wieder verzerrt. Man kann nur höchste Wahrscheinlichkeiten mathematisch herausrechnen. Mal kucken, ich bin zuversichtlich.

Gute Nacht!
Perfekt. Danke das du dich mit dieser Theorie beschäftigt hast und bescheidweißt. Ich applaudiere stehend. Bitte halte mich gerne auf dem Laufenden. Wende Kritik an meinen Thesen ein, fühle dich frei jede aufzugreifen oder in der Luft zu zerreißen, aber gib mir Feedback, ich freue mich.
so ein crap alter. funzt mal wieder nichts.

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Stumpi« (9. Oktober 2007, 12:45)


Dr. Mowinckel

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2 874

Dienstag, 9. Oktober 2007, 22:38

Ich möchte am Beispiel der Juden, verdeutlichen was ich meine: Im Mittelalter manifestierte sich die Meinung, Juden wären dreckig, vergifteten Brunnen, tränken Blut etc. Damals war der gewöhnliche Mensch in seinem Handeln begrenzt. Gewisse allgemeine Aussagen musste er hinnehmen, denn einerseits konnten anhand einer allgemeingültig gewordenen Meinung, Repressalien....

Ein ähnliches Beispiel zur Verdeutlichung der Zustände des Mittelalters verwende ich in meinem Referat, jedoch eines mit noch mehr "Zündstoff". Kopernikus entdeckt, dass die Erde um die Sonne kreist und stellt das gängige Weltbild auf den Kopf. Die Machtelite, die Bibel, Gott, der Papst oder der Herrscher "von Gottes Gnaden" wird wissenschaftlich "ausgestochen".

Aber zurück zur westlichen Gesellschaft:
Für das praktische Leben ist es gleichgültig, ob sich die Erde nun bewegt oder nicht. Vielleicht hat einfach ein Teil der Gesellschaft ihren Idealismus oder Glauben an den Fortschritt/Gott/wasweisich verloren.

Je mehr Wissen dem Mensch zur Seite steht, desto weniger will er lernen!

Das Wissen der Menschheit ist im letzten Jahrhundet explosionsartig angestiegen. Was nützt einem Mittfünfziger Quantenmechanik, mir Französisch, Wissen, welches ich nicht haben möchte?
Vielleicht sollte man unterscheiden zwischen "wichtigem" Wissen und "unwichtigem" Wissen. Ich setze es bewusst in Anführungszeichen.
Wenn wir unsere Berufsausbildung abgeschlossen haben, hören wir mit dem staatlich gelenkten Lernen auf. Ab dann heisst es "Use it or loose it".

Ich würde mich jetzt noch gerne weiter damit beschäftigen, aber mir wird die Zeit knapp, bis morgen möchte ich noch mindestens ein Kapitel schaffen :<

\o/ Halbzeit bei meinem Referat :>

[SIZE=7]Was ist Aufklärung?
Philosophische Grundlagen einer Epoche



1. Was ist Philosophie?

2. Vorraussetzungen

3. Rationalismus

4. Empirismus

5. Kritizismus

6. Was ist Aufklärung?

1. Was ist Philosophie?

Es gibt keine allgemeingültige Definition von „Philosophie“1. Die Übersetzung des Wortes in das Deutsche bedeutet so viel wie: „Liebe zur Wahrheit“2. Laut Sokrates und Platon ist es das Streben nach Weisheit, nach Aristoteles die Weisheit selbst2. Innerhalb der Philosophie gibt es die berühmten Grundfragen, wie z.B.:

- Was ist Grund und Ursprung aller Dinge?
- Was bin ich?
- Was kann ich wissen?
- Was soll ich tun?
- Was darf ich hoffen?

2. Voraussetzungen³

1543 wurden die „Sechs Bücher über die Umläufe der Himmelskörper“ des Kopernikus veröffentlicht. Seine Theorie besagte, dass die Erde sich um die Sonne bewegt. Das war für die damalige Zeit ein Skandal, denn es stand in krassem Gegensatz zur Bibel und dem was die Kirche seit mehr als 1000 Jahre verbreitet hatte. Johannes Calvin bringt´s auf den Punkt:

„Wer wird es wagen, Kopernikus als Autorität über den heiligen Geist zu stellen?“

Auch führende Protestanten empörten sich:

„Das Volk hört auf einen hergelaufenen Astrologen, der beweisen will, dass sich die Erde dreht und nicht der Himmel oder das Firmament, die Sonne und der Mond… Der Narr will die ganze Astronomie umkehren; aber die heilige Schrift sagt uns, dass Josua die Sonne stillstehen ließ und nicht die Erde.“

Plötzlich gab es keine Autorität in Form der Bibel oder der Kirche mehr und das bestehende Weltbild wurde umgekippt. Seine Theorien wurden verboten, doch wurden sie von Nachfolgern wie Kepler stetig verbessert.

Die Menschheit war nun nicht mehr Mittelpunkt, Sinn oder Zweck des Universums. Traditionen und Autoritäten wurden zunehmend als Hindernis für die neue „Naturphilosophie“, einer Verbindung aus Naturwissenschaft und Philosophie erachtet.

3. Rationalismus5

Descartes wurde 1696 in Frankreich geboren. Bei den Jesuiten wurden ihm Philosophie und Mathematik gelehrt. Das cartesische Koordinatensystem und das Kurvendiagramm wurden von ihm erfunden.

Er war von der Mathematik fasziniert, da man aus einzelnen, leicht einsehbaren Annahmen bzw. Prämissen zu Schlussfolgerungen gelangen kann, welche selbst nicht unmittelbar einleuchtend sind aber ganz sicher wahr sind.

Die Frage war, ob man diese Methode nicht auch ausserhalb der Mathematik anwenden könnte und so ein Fundament für ein absolut wahres Wissen anlegen kann.
Als er nach unbezweifelbaren Prämissen suchte, durchlief er 3 Entwicklungsstufen:

Zuerst wandte er sich der direkten Beobachtung seiner Umwelt zu. Er bemerkte, dass sich, egal wie genau er seine Umwelt betrachtete, er sich nie sicher sein konnte, dass die Dinge tatsächlich so waren, wie er sie warnahm.

-> Folie/Beispiel: Ast im Wasser ungerade, beim Herausziehen gerade.

Danach nahm er sich der Traumwelt an. In seinen Aufzeichnungen steht, dass er sich desöfteren absolut sicher war, eine bestimmte Tätigkeit auszuüben, bis er aufwachte. Niemals kann man sich absolut sicher sein, nicht zu träumen oder zu halluzinieren.

In der letzten Phase stellte er eine Hypothese auf:
Angenommen, ein böser Geist täuscht meine Wahrnehmung, ohne dass ich davon weiss. Gibt es dann irgendetwas, über dass er mich nicht täuschen könnte?
Descart dachte, dass es sowas gibt:
Ich träume davon, ein Buch zu lesen. Tatsächlich lese ich kein Buch. Aber dass ich annehme, ein Buch zu lesen, ist unwiderlegbar.
Daraus kann man auf vieles mehr schließen, aber vor allem, dass ich weiß, dass ich ein existierendes Wesen bin.

Cogito ergo sum.

Ich denke, also bin ich.


[/SIZE]
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2 875

Mittwoch, 10. Oktober 2007, 15:20

Bis ich das durchgelesen hatte...mach das NIE wieder dr mowinkel so klein zu schreibn :D ;) !

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Jacko« (10. Oktober 2007, 15:20)


2 876

Mittwoch, 10. Oktober 2007, 15:35

Zitat

Original von Jacko
Bis ich das durchgelesen hatte...mach das NIE wieder dr mowinkel so klein zu schreibn :D ;) !


wie wärs wenn du einfach auf zitat drückst, dann kannst dus besser lesen :D!

PS: alles gute zum geburtstag!

Stumpi

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2 877

Freitag, 12. Oktober 2007, 22:58

@ dottore mowinckel: ich muss zugeben, meine ganzen gedankengänge sind dann auch etwas übertrieben geraten und suchen in deinem Referat schwer ihren Platz,
wichtig ist aber zu sehen, dass du echt ne ahnung hast. von mir noch viel glück mit auf den weg. ich check jetzt rüber zu ner party, werde mit einer russin verkuppelt. super sache. wünscht mir alle viel glück, hab grad extra ein hemd für sie gebügelt. hahahahaha lol lol lol.
ob es eine frau wirklich wert ist....?
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2 878

Samstag, 13. Oktober 2007, 16:05

...am tag danach: sie hat mit drei anderen kerlen rumgemacht. mindestens. alle waren verdutzt. die musik hab ich auch nicht ausgehalten. ab sofort bügele ich hemden nur noch für comicmessen.
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2 879

Sonntag, 14. Oktober 2007, 03:11

Juhu, fertig!!11elf

Der vordere Teil ist relativ unverändert, hinten sind noch ein paar Sachen drangekommen.

[SIZE=7]Was ist Aufklärung?
Philosophische Grundlagen einer Epoche



1. Was ist Philosophie?

2. Vorraussetzungen

3. Rationalismus

1. Descartes
2. Leibniz

4. Empirismus

5. Kritizismus

6. Was ist Aufklärung?






1. Was ist Philosophie?

Es gibt keine allgemeingültige Definition von „Philosophie“1. Die Übersetzung des Wortes in das Deutsche bedeutet so viel wie: „Liebe zur Wahrheit“2. Laut Sokrates und Platon ist es das Streben nach Weisheit, nach Aristoteles die Weisheit selbst2. Innerhalb der Philosophie gibt es die berühmten Grundfragen, wie z.B.:

- Was ist Grund und Ursprung aller Dinge?
- Was bin ich?
- Was kann ich wissen?
- Was soll ich tun?
- Was darf ich hoffen?



2. Voraussetzungen³

1543 wurden die „Sechs Bücher über die Umläufe der Himmelskörper“ des Kopernikus veröffentlicht. Seine Theorie besagte, dass die Erde sich um die Sonne bewegt. Das war für die damalige Zeit ein Skandal, denn es stand in krassem Gegensatz zur Bibel und dem was die Kirche seit mehr als 1000 Jahre verbreitet hatte. Johannes Calvin bringt´s auf den Punkt:

„Wer wird es wagen, Kopernikus als Autorität über den heiligen Geist zu stellen?“

Auch führende Protestanten empörten sich:

„Das Volk hört auf einen hergelaufenen Astrologen, der beweisen will, dass sich die Erde dreht und nicht der Himmel oder das Firmament, die Sonne und der Mond… Der Narr will die ganze Astronomie umkehren; aber die heilige Schrift sagt uns, dass Josua die Sonne stillstehen ließ und nicht die Erde.“

Plötzlich gab es keine Autorität in Form der Bibel oder der Kirche mehr und das bestehende Weltbild wurde umgekippt. Seine Theorien wurden verboten, doch wurden sie von Nachfolgern wie Kepler stetig verbessert.

Die Menschheit war nun nicht mehr Mittelpunkt, Sinn oder Zweck des Universums. Traditionen und Autoritäten wurden zunehmend als Hindernis für die neue „Naturphilosophie“, einer Verbindung aus Naturwissenschaft und Philosophie erachtet.





3. Rationalismus5

Descartes wurde 1696 in Frankreich geboren. Bei den Jesuiten wurden ihm Philosophie und Mathematik gelehrt. Das cartesische Koordinatensystem und das Kurvendiagramm wurden von ihm erfunden.

Er war von der Mathematik fasziniert, da man aus einzelnen, leicht einsehbaren Annahmen bzw. Prämissen zu Schlussfolgerungen gelangen kann, welche selbst nicht unmittelbar einleuchtend sind aber ganz sicher wahr sind.

Die Frage war, ob man diese Methode nicht auch ausserhalb der Mathematik anwenden könnte und so ein Fundament für ein absolut wahres Wissen anlegen kann.
Als er nach unbezweifelbaren Prämissen suchte, durchlief er 3 Entwicklungsstufen:

Zuerst wandte er sich der direkten Beobachtung seiner Umwelt zu. Er bemerkte, dass sich, egal wie genau er seine Umwelt betrachtete, er sich nie sicher sein konnte, dass die Dinge tatsächlich so waren, wie er sie warnahm.

-> Folie/Beispiel: Ast im Wasser ungerade, beim Herausziehen gerade.

Danach nahm er sich der Traumwelt an. In seinen Aufzeichnungen steht, dass er sich desöfteren absolut sicher war, eine bestimmte Tätigkeit auszuüben, bis er aufwachte. Niemals kann man sich absolut sicher sein, nicht zu träumen oder zu halluzinieren.

In der letzten Phase stellte er eine Hypothese auf:
Angenommen, ein böser Geist täuscht meine Wahrnehmung, ohne dass ich davon weiss. Gibt es dann irgendetwas, über dass er mich nicht täuschen könnte?
Descart dachte, dass es sowas gibt:
Ich träume davon, ein Buch zu lesen. Tatsächlich lese ich kein Buch. Aber dass ich annehme, ein Buch zu lesen, ist unwiderlegbar.
Daraus kann man auf vieles mehr schließen, aber vor allem, dass ich weiß, dass ich ein existierendes Wesen bin.

Cogito ergo sum.

Ich denke, also bin ich.







Leibniz war ebefalls ein bedeutender Mathematiker und nebenbei einer der einflussreichsten Philosophen seiner Zeit. Ihm verdanken wir die Unterscheidung zwischen synthetischen Wahrheiten und analytischen Wahrheiten.


-> Folie2/Beispiel: Ein verheirateter Junggeselle.

Der Satz „Die Frau des Junggesellen hat blaue Augen“ ist selbstwidersprüchlich und daher falsch. Dies erkennt man indem man die Frage analysiert.
Der Satz „Die Frau hat blaue Augen und rote Haare“ kann wahr oder falsch sein. Man muss eine Tatsachenprüfung vornehmen.
Die Mathematik basiert lediglich auf analytischen Urteilen, alle anderen Aussagen galten als synthetisch.


Daneben erfand Leibniz alternative mögliche Welten. Eine Welt ohne Menschen wäre durchaus möglich. Obwohl beide Welten möglich ist, schließen sie sich gegenseitig aus. Leibniz dachte, dass Gott eine beliebige Welt erschaffen hätte können – er aber die beste Welt erschaffen habe, da Gott vollkommen sei.




4. Empirismus6

Der Rationalismus geht davon aus, dass man Informationen über die Aussenwelt nur durch die Sinne erlangen kann. Die Aufgabe des Geistes ist es, diese Informationen zu bewerten, Schlüsse aus ihnen zu ziehen und mit anderen zu verknüpfen. Vor Locke ging man davon aus, dass die Grenzen des Erkennbaren durch das Seiende bestimmt sind. Locke postuliert jedoch, dass das Erkennbare auch durch das geistige Vermögen begrenzt ist.

Eine der wichtigsten Theorien Lockes war, dass der Mensch von Beginn ein unbeschriebenes Blatt ist, eine Tabula Rasa. Die Sinne bringen uns reines Datenmaterial z.B. hell oder dunkel, salzig oder bitter. Dies sind die einzelnen Bausteine für unsere Sinneseindrücke. Wenn wir diese verknüpfen, entstehen sogenannte Ideen, welche immer komplexer werden. Die Vorstellungen der existierenden Welt leiten sich lediglich aus Sinneserfahrungen ab. Dadurch ist es nicht möglich, „angeborenes Wissen“ zu haben. So ist von Geburt an niemand überlegen und der Rest von der Erziehung abhängig.

David Hume7 teilt mit Locke die Ansicht, dass wir nur aus Erfahrung wissen können und führt diesen Gedanken noch weiter. Wenn man laut Empirismus nichts als real ansehen soll, was man nicht mit seinen Sinnen erfahren kann, so gibt es keinen Grund dafür, dass ein „erlebendes Ich“ existieren soll, da man jenes nicht beobachten kann. Für Hume war ein „erlebendes Ich“ ein Fiktion.

Ähnlich verhält es sich mit Kausalverknüpfungen. Sie sind nicht beobachtbar.
Wenn regelmäßig nach Ereignis A das Ereignis B eintritt, wird man normalerweise Kausalverknüfung aufstellen. A ist die Ursache von B. Doch die Kausalverknüfung ist nicht beobachtbar. So könnte jede Ursache purer Zufall sein oder sogar falsch sein. Als Beispiel: Auf jeden Tag folgte bisher die Nacht. Doch der Tag ist nicht die Ursache für die Nacht.
Die Nichtbeweisbarkeit von Kausalitäten ist ein Problem für die Wissenschaft. Wenn es keine Kausalitäten gibt, sondern nur Erwartungen für bestimmte Situationen, gibt es kein Wissen. Wir wissen nichts.




5. Kritizismus

Kant will sich mit dem Kritizsmus sowohl gegen den reinen Rationalismus, als auch den reinen Empirismus stellen8. Der reine Rationalismus will allgemeingültige Wahrheiten erhalten, ein reiner Empirismus wie der des David Hume geht davon aus, dass es überhaupt kein Wissen gibt. Für Kant befand beide für naiv9. Wahre Erkenntnis kommt nur zu Stande, wenn empirische Daten rational verarbeitet werden10.


6. Was ist Aufklärung?

Jetzt erst kommen wir zur Beantwortung der Frage: Was ist Aufklärung?

Kant formulierte es folgendermaßen11:
„Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne eines anderen zu bedienen. Selbstverschuldet ist die Unmündigkeit, wenn dieselbe nicht aus einem Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Muts liegt, sich seiner ohne Anleitung eines anderen zu bedienen. Sapere aude! Habe Mut, dich deines Verstandes zu bedienen! Ist also der Wahlspruch der Aufklärung.“

Wichtig ist bei Kants Formulierung „selbst verschuldet“. Er hebt hervor, dass das freie Denken nicht nur durch die äussere Zensur, z.B. durch einen Staat begrenzt wird, sondern auch durch die innere Zensur12. Mit innerer Zensur bezeichnet er, dass Menschen zu bequem sind, selbst zu Denken. Zu einer Gesellschaft, wie es das Ideal der Aufklärung war, gehören aber Bürger, welche sich für die Demokratie interessieren und selbstständig denken.

Lessing nimmt in „Nathan der Weise13“ direkt Bezug darauf.

Wie viel andächtig schwärmen leichter, als
Gut handeln ist? Wie gern der schlaffste Mensch
Andächtig schwärmt, um nur, - ist er zuzeiten
Sich schon der Absicht deutlich nicht bewusst –
Um nur gut handeln nicht zu dürfen?

Die Folgen der Aufklärung14 sind absolut monumental und wirken sich heute noch aus:
Die Menschenrechte, die französische Revolution, der amerikanische Unabhängigkeitskrieg, die Abschaffung der Folter, die Verhältnissmäßigkeit im Strafvollzug, Emanzipation, Gleichheit und Freiheit.
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Wir können nicht anhalten, das ist Fledermausland!!

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Dr. Mowinckel

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Sonntag, 14. Oktober 2007, 03:12

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[SIZE=7] HANDOUT:
WAS IST AUFKLÄRUNG?
Philosophische Grundlagen einer Epoche

Philosophie
- Was ist Grund und Ursprung aller Dinge?
- Was bin ich?
- Was kann ich wissen?
- Was soll ich tun?
- Was darf ich hoffen?

Vorraussetzungen
- Autoritäten (Papst, Bibel, etc.) wurden über die Vernunft gestellt
- Kopernikus beweist, dass die Erde um die Sonne kreist
- Weltbild wure umgekrempelt, Vernunft anstatt Autorität

Rationalismus
- Methoden der Mathematik auch ausserhalb der Mathematik
- Descartes: Cogito ergo sum. Ich denke, also bin ich.
- Leibniz: Analytische und Synthetische Urteile

Empirismus
- Sinne verbinden den Geist mit der Aussenwelt
- John Locke: Menschen sind von Beginn ein „leeres Blatt“, tabula rasa
- Vernunft durch Erfahrung
- David Hume: Wir wissen nichts.

Kritzismus
- Verbindung von Rationalismus und Empirismus

Was ist Aufklärung?
Aufklärung ist „der Ausgang des Menschen aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne eines anderen zu bedienen.“

Habe Mut, dich deines Verstandes zu bedienen! [/Size]

@Stumpi:
Hier möchte ich mich nochmal dafür bedanken, dass du mir bei einem Thema geholfen hast, welche zu durchblicken, nicht ganz einfach ist. Vielen Dank!

@Jacko:
^^

Ahja, und sollte mein DeutschLehrer nach direkten Sätzen aus meinem Referat suchen: Guten Tag Herr M. ! :>
Wir können nicht anhalten, das ist Fledermausland!!

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