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Peter L. Opmann

Comic-Godzilla

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Samstag, 7. Februar 2015, 20:44

Grund für die fehlende Übung? Zeitmangel wegen Arbeit. Präziser gesagt: Wenn man älter wird, hat man mehr Verpflichtungen und muß mehr Prioritäten setzen. Als ich 15 bis 25 war, habe ich bis weit in die Nacht Comics gezeichnet. Wenn ich in der Schule oder im Studium mal ein bißchen müde war, hat das nichts ausgemacht. Heute gehe ich früher zu Bett, weil ich am Morgen wieder fit sein muß. Vielleicht auch eine Frage der Kondition...

Romita war für mich ein wichtiger Einfluß. Ich habe mit 12 bis 14 hauptsächlich die klassischen Marvels gelesen (vor allem "Amazing Spider-Man", die Nummern bis etwa # 100, 120). Und die hat er hauptsächlich gezeichnet. Ich habe ihn mir nie zum Vorbild genommen, aber habe, wie ich viel später erkannt habe, doch sehr viel von ihm übernommen. Er ist kein Künstler wie Crumb, aber doch ein sehr versierter Comiczeichner - wurde später bei Marvel Art Director, das heißt, er hat die anderen Zeichner angeleitet und, wenn nötig, korrigiert. Also würde ich schon viel darum geben, so wie er zeichnen zu können. Er hat nicht so exzessiv schraffiert.

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Qualle (08.02.2015)

Qualle

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Sonntag, 8. Februar 2015, 08:41

"Art Director sein" ist auch ein mehr oder weniger offizielles Ziel in meinem Designstudium. Bisher macht es mir mehr Spaß, selber zu zeichnen. Mal sehen, wie es dann später mit meiner Prioritätenverteilung aussieht. Dass es nicht immer nur nach Spaß geht, ist ja klar.
Ich finde es in diesem Sinne aber klasse, dass du trotz anderweitiger Beschäftigung Comics publizierst!

Peter L. Opmann

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Sonntag, 8. Februar 2015, 08:47

Falls Du den Mann überhaupt nicht kennst: www.lambiek.net/artists/r/romita_john_sr.htm

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Qualle (09.02.2015)

Peter L. Opmann

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Donnerstag, 19. Februar 2015, 12:21

Vielleicht kennt Ihr das auch: Wenn irgendwas bunt, grell, albern oder grotesk ist, bezeichnen das manche Leute gern als einen "Comic-Strip". Ich habe das gerade wieder in der Zeitung "Donaukurier" gesehen, wo eine Theateraufführung als "netter Comic-Strip" bezeichnet wurde (es ging um Brechts "heilige Johanna der Schlachthöfe!"). Darauf habe ich mit dieser Zeichnung reagiert:
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  • comicstrip.jpg

Qualle

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Mittwoch, 25. Februar 2015, 09:46

Die Zeichnung finde ich sehr gelungen. Man erkennt auf Anhieb, was dargestellt ist. Und die Figur des Kritikers ist irgendwie gut: Ruhig und fast gelangweilt urteilt der da so vor sich hin :D
Was diese Bezeichnung "Comic Strip" als abwertend angeht, so habe ich das noch nicht gehört. Es klingt aber je nach Alter und Interesse des jeweiligen Autors plausibel, dass es zu so was kommt.

Peter L. Opmann

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Mittwoch, 25. Februar 2015, 10:11

Danke. Vom dargestellten Redakteur gibt es leider (noch) keine Reaktion.

Qualle

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Donnerstag, 26. Februar 2015, 08:21

Vielleicht liest er sich gerade noch einen Dreigroschencomic durch :D

Peter L. Opmann

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Donnerstag, 26. Februar 2015, 16:47

Glaub' ich nicht. Wenn er Comicleser wäre, hätte er nicht so eine 'Wendung in seiner Theaterkritik benutzt.

Qualle

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Samstag, 28. Februar 2015, 10:07

Ja, das stimmt. War auch nur eine Anspielung auf Brechts Dreigroschenoper, die er dann vielleicht auch so bezeichnet... War wohl zu weit hergeholt :P

Peter L. Opmann

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Dienstag, 5. Mai 2015, 23:11

Hier der neue "Richie" - geschrieben von einem Gastautor. Er hat unter anderem den größeren Artikel über Comics in Straßenzeitungen im letzten Comic Jahrbuch verfaßt und wollte unbedingt auch mal eine "Richie"-Folge schreiben. Das letzte Panel habe ich angefügt - ich wollte die Lobeshymne doch lieber ein bißchen brechen.
»Peter L. Opmann« hat folgendes Bild angehängt:
  • 1505rissi.jpg

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Kim

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Mittwoch, 6. Mai 2015, 08:16

Ich weiß ja nicht, wie der Autor das eigentliche Ende der Story geplant hatte, aber mit Deinem letzten Bild passt es.

Peter L. Opmann

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Mittwoch, 6. Mai 2015, 08:39

Naja, er ist nicht so ganz zufrieden. Ich bin gerade in einem Mailwechsel mit ihm. Er schrieb:

Zitat

Das erinnert mich an Leute, die hungernde Menschen in Afrika sehen, beispielsweise im ARD-Weltspiegel, um sich dann besser zu fühlen. Nach dem Motto: da ist ja noch jemand übrig, dem es schlechter geht als uns.


Damit hat er nicht ganz unrecht. Aber mir ging es nicht darum, ihn schlechtzumachen.

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Kim

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Mittwoch, 6. Mai 2015, 09:07

Das ist so ein bißchen der Grundkonflikt, den ich auch seinerzeit hatte, als es um den Zeichenwettbewerb zum Thema Obdachlosigkeit ging: Es schwebt stets der Vorwurf im Raum, msn würde Witze auf Kosten der Unterpriviligierten machen - auch und obwohl man gerade das überhaupt nicht im Sinn hat, sondern sich mit seinen Mitteln für die Obdachlosen einsetzen möchte.
Solche Themen sind zugegebenrmaßen immer heikel und verlangen Fingerspitzengefühl. Wenn man aber zu eng daran geht, besteht die Gefahr einer unterschwelligen Selbstzensur. Ich finde diese Denkweise, die sich auch im Vorwurf von Stefan wiederfindet recht verkniffen und negativ und würde hier zu etwas mehr Gelassenheit raten. Menschen, die sich beim Anblick von hungernden besser fühlen: Das ist doch auch nur ein Stereotyp. Ich kenne keinen, der so denkt. So wie er Dein letztes Bild interpretiert habe ich es nicht gesehen. Mein Gedanke war: Richie ist selbstironosch und zeigt mit seiner Äußerung Humor.

peter schaaff

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Dienstag, 12. Mai 2015, 11:22

Re: Obdachlosen- Comics

Bernd Stein hat damals für die Hamburger Obdachlosenzeitung Hinz & Kunzt den Hamburg City Blues mit sage und schreibe 100 Folgen gemacht. Bei seinen Gags und Pointen ging es oft auch um die (katastrophalen) Lebensumstände und das (Fehl-) Verhalten seiner Protagonisten. Die Strips waren gut zu lesen, hatten einen Unterhaltungswert und waren (fast) frei von 'erhobenen Zeigefingern'.
Mit zuviel political correctness & Schönmalerei ist niemandem geholfen ...

Die Richie- Folge mit der Suche nach einem warmen Platz ist doch klasse. Und sicherlich nahe am Thema dran.

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peter schaaff

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Dienstag, 12. Mai 2015, 11:41

Re: Schraffuren

Um mit den Schraffuren die Panels weniger 'zuzumalen' würde Doktor Schaaff den Griff zu einem Stift mit schmalerem Strich als dem für die Figuren, Objekte etc. anempfehlen. Zu meinem Standardwerkzeug gehören sowohl der edding 1200 (für Outlines) als auch der PITT artist pen S (für Details und Schraffuren).
Viel mehr braucht es nicht für den 'schnellen Zeichner' ... :thumbsup:

Jähling

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Montag, 18. Mai 2015, 20:53

Ich habe mal Cartoons für eine Infobroschüre über Rassismus gemacht, durfte aber keinen Rassismus "in Aktion" zeigen, weil damit ja Migranten als Opfer stigmatisiert würden. Musste um jeden Gag kämpfen.

Da muss man sich einfach manchmal drüber hinwegsetzen. Guter Humor überschreitet Grenzen, um gewissermaßen gespiegelt zu zeigen, wohin das führt. Humor, der das nicht tut, zeigt meistens auch nichts, zumindest bei gesellschaftlichen Themen.

Find's aber auch irgendwie seltsam, eine Lobeshymne auf Richie vom Richie-Zeichner umsetzen zu lassen. Als müsste man bei Preisverleihungen die eigene Laudatio vortragen.

Peter L. Opmann

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Dienstag, 4. August 2015, 21:36

Es gibt wieder mal einen neuen "Richie".
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  • 1508riss.jpg

Fraro

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Mittwoch, 5. August 2015, 12:48

Vorurteile mal andersrum- sehr geil! :thumbup:
Ein Frosch ohne Humor ist nur ein kleiner, grüner Haufen.
(Kermit, 1976)

Peter L. Opmann

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Mittwoch, 5. August 2015, 14:35

Danke. Ich hab' diesmal nicht erläutert, was das für eine Geschichte ist, aber man versteht's offenbar auch so. Schön.

wilko*

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380

Mittwoch, 5. August 2015, 20:27

Auch wenn dieser kommentar Inhaltslos ist. Ich find die Richi-Folge einfach genial!
"Weniger ist mehr."

Mein Blog: wildstrich.blogspot.de

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