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Jähling

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1

Montag, 20. August 2007, 11:20

Jähling bloggt Jähling: Der m(ech)anische Comiczeichner

Hallo,

Seit etwas über einem Monat ist mein neues Blog "Der m(ech)anische Comiczeichner" (Arbeitstitel) online. Dabei handelt es sich um ein Produktionsblog für meine nächsten Comics. Genauer genommen, zur Zeit vor allem um das Conny-Van-Ehlsing-Album und Das Neue Heft, dessen Titel ich noch nicht verrate.

Dabei fällt mir nebenher halt viel ein, das entweder auch für Nicht-Jählings interessant sein kann oder von dem ich denke, dazu muss es doch was im Netz geben, und dann gibt's nichts. Konzeptionelle Überlegungen, Besonderheiten bei den Schreib- und Zeichenmethoden, wie ich meine Hefte zusammenstelle und wie ich mir das ganze halt so vorstelle. Langfristig auch Coverskizzen und so was.

Das ganze richtet sich an Leute, die selber Comics machen oder sich einfach für die Hintergründe interessieren. Wer gerne auf DVDs das Making-Of guckt und die Audiokommentare hört, für den oder die ist dieses Blog. Nichts hat Tutorial-Charakter, aber wer selber gerade an was arbeitet, kann sicher auch das eine oder andere für sich herausziehen (mache ich bei Tutorials auch nicht anders).

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Jähling« (20. August 2007, 11:24)


Kellerkind

Tuscher

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2

Montag, 20. August 2007, 13:39

Oh krass, ganz schön aufwendig, vielen Dank. Zieh ich mir gleich rein.

Yabba

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3

Montag, 20. August 2007, 21:40

Ich war schon früher auf der Seite, glaube hatte nen Thread im Comicforum gesehen, und fand`s ganz interessant zu lesen.
meine cartoons online:

(3 mal pro Woche ein neuer Cartoon)

Jähling

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4

Sonntag, 26. August 2007, 10:50

Jau, habe ich auch im CF von geschrieben. Aber wenn ich mir die Statistiken angucke, hätte ich's lieber gleich hier verlinken sollen. Danke fürs viele Vorbeischauen!

@Kellerkind: Ist ja auch schon über einen Monat alt. Da kommt schon was zusammen...

Calvin

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5

Sonntag, 26. August 2007, 12:53

Zitat


Was ich natürlich (für mich) völlig verworfen habe, ist der zeitliche Verlauf. Im Prinzip ist diese Anleitung eine Art Soft-Version des 24-Stunden-Comics. Mehr eine sportliche Herausforderung als eine künstlerische. Ich mache auch darauf aufmerksam, dass diese Anleitung ungetestet ist, und übernehme eine Verantwortung für etwaige gesundheitliche Schäden, sollte jemand das ausprobieren wollen. Für Erfahrungsberichte, Erweiterungsvorschläge etc. bin ich natürlich dankbar.


:D Na da hast Du Dir ja was auferlegt. :D

/edit: *kopfrauch* Sehr interessant. Das ganze muss ich mir noch mal in aller Ruhe durchlesen. Gibt es dazu Literatur, bei der man nicht angestrengt am Bildschirm hocken muss?
"Ich denke, also bin ich" - "Ich bin, also denke ich?"

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Calvin« (26. August 2007, 13:11)


Jähling

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6

Sonntag, 26. August 2007, 14:01

Tja, man kann so viel korrekturlesen wie man will, irgendwas bleibt immer hängen... Immerhin habe ich nihct geschrieben "die volle Verantwortung", sondern nur "eine". Ich such' mir dann beizeiten aus, welche.

Zu Deiner Frage: Äh, ausdrucken? Oder was meinst Du?

Calvin

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7

Sonntag, 26. August 2007, 17:17

Ausdrucken ist auch ne Idee.
Nein. Ich meinte, ob Du empfehlenswerte Literatur zu diesem Thema kennst.
"Ich denke, also bin ich" - "Ich bin, also denke ich?"

Jähling

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8

Sonntag, 26. August 2007, 20:37

Ach so.

Gute Literatur zum Schreiben von Comics gibt es nicht so fürchterlich viel, und schon gar nicht auf deutsch. Erst recht nicht in Buchform. Das war mit ein Grund, dieses Blog anzulegen.

(Ich gehe mal davon aus, dass Du Schreiben als Thema meintest, denn zum Zeichnen, naja, so was muss man in Kims Forum eigentlich nicht fragen.)

Es gibt auch nicht Das Eine Buch, in dem alles drinsteht. Man kann aber einiges an Inspirationen aus verschiedenen Quellen ziehen.

Auf Anhieb fallen mir ein:
"Alan Moore's Writing for Comics";
Natürlich die ganzen Scott-McCloud und Will-Eisner-Bücher;
David Mamets "Writing in Restaurants" und "Three Uses of the Knife", auch wenn Mamet Theaterautor ist (und Film und TV) - man muss die Inspiration abgreifen, wo man sie finden kann;
Robert McKees "Story" - nicht besser oder schlechter als alle anderen Drehbuch-Anleitungen, aber gut genug, und voller guter Ideen zu Storyaufbau und Charakterentwicklung.
Die Zeitschriften "Write Now" (gibt's die überhaupt noch?) und "Sketch" enthalten viele gute Interviews. Auch Schritt-für-Schritt-Demos, aber die Interviews sind besser. Das Ding ist, Schreiben ist ein viel unschärferer Prozess als Zeichnen, deshalb muss das Schritt-Für-Schritt eines beliebigen Autoren nicht Deins sein. Beim Zeichnen auch nicht, aber beim Schreiben noch weniger. Deshalb warne ich auch davor, mein Blog als Anleitung zu begreifen. Als Inspirationsquelle jederzeit.

Ansonsten habe ich sehr viele Drehbuch- und Comic-Blogs abonniert, die voller inspirierender Ideen sind. Aber das ist alles wieder bildschirmig.

Hm, vielleicht sollte ich das noch ausarbeiten und einen Blog-Beitrag draus machen...

Jähling

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9

Sonntag, 26. August 2007, 20:40

Und das mit der Verantwortung habe ich jetzt doch geändert. Hach, diese Freiheit plötzlich...

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10

Sonntag, 30. September 2007, 21:36

Ist natürlich eine bewundernswerte Arbeit und Selbstdokumentation. Aber ich weiß nicht so recht. Sagen nicht viele Künstler: "Ich weiß nicht, wie ich's gemacht habe"; "Ich kann nicht erklären, was ich ausdrücken wollte" und so? Normalerweise sind doch Künstler schlechte Interpretatoren und Kritiker und umgekehrt, oder? Aber Du versuchst trotzdem beides - und auch noch quasi gleichzeitig...

Yabba

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11

Montag, 1. Oktober 2007, 20:26

Also normalerweise ist das einzige worauf man als Künstler wirklich keine Antwort hat doch nur "Woher nimmst Du die Ideen?" - jedenfalls meistens, ab und zu erarbeitet man sich ja auch Ideen.

Aber über die Umsetzung sollten die meisten doch reflektieren - wie setz ich die Story um, welche Perspektive, mehr oder weniger Schatten, welche Farben, was für ein Stil (funny, semi-funny, realistisch) usw. usw.
meine cartoons online:

(3 mal pro Woche ein neuer Cartoon)

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Jähling

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12

Mittwoch, 3. Oktober 2007, 21:13

Ich schätze, die einfache Antwort ist, dass ich kein Künstler bin. Oder mich jedenfalls nicht so sehe. Oder wenn doch, bin ich wohl kein guter, und immer noch viel zu sehr Autor und Wissenschaftler und Comic-Journalist.

Die nicht so einfache: Ich schaffe innerhalb einer Kunstform, bin also wohl schon ein Künstler, aber diese Haltung von "Das Werk muss für sich selber sprechen", das war nie mein Ding. Ich habe ja in meinen Heften immer schon so was wie ein Making-Of gehabt, und das Blog ist einfach eine erweiterte Version davon.

Ich bewege mich viel in der Blogosphäre, wo es normal ist, aus der eigenen Praxis zu plaudern. Nichts darüber zu sagen, nicht so.

Obwohl, interpretieren und erklären tu' ich ja auch nicht so viel. Geht schon mehr um die Praxis. Was Yabba gesagt hat.

Jähling

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13

Mittwoch, 30. April 2008, 19:14

Hm, langsam sprengt diese Liste die Zeichenbegrenzung des Forums. Gute Gelegenheit, ein paar der weniger, äh, instruktiven Beiträge rauszuschmeißen. Wenn ich das regelmäßig mache, kann hier ein schönes Tutorial entstehen.

Planen
"Also, worum geht's?" - In welchem ich das obligatorische "mission statement" abgebe.
"Instant-Skripting, und was danach kommt", "Ein Comic in sieben Tagen" + "Die zweite Regel ist schwieriger" - In welchen ich meinen Plan für Das Neue Heft darlege;
"Besser gesund als pünktlich" - In welchem ich den Plan etwas nach hinten korrigiere und mich freue, dass ich eine verworfene Szene nicht umsonst geschrieben habe.
"Reality Check, Nummer eins" - In welchem ich überlege, wie viel von dem neuen Konzept ich retten kann, wenn es mit meinem ursprünglichen Zeitplan nichts wird.
"Ist doch nur ein Heft" - in welchem ich Kurzgeschichten und heftlange Abenteuer vergleiche, obwohl ich eins davon noch fast nie geschrieben habe.
"Warum ich keinen Mainstream mache" - In welchem ich das Scheitern eines TV-Massenprogramms als Anlass nehme, Lehren für mein kleines Nischenprodukt zu ziehen.
"Das Mittelmaß aller Dinge" - Wo ich mich über Pfusch aufrege und einige Pfuschfallen beim Comicschreiben aufzeige.
"Ein guter Tag, um Astrid Lindgren zu zitieren" - Wie wichtig es ist, Kinder als Leser ernstzunehmen. Seit Conny auch auf einer Seite für Schüler erscheint, denke ich da öfter drüber nach.
"Ich habe halt nichts anderes gelernt..." - Nach welchen Maßstäben ist Comiczeichnen Arbeit? Eine Frage der Gesundheit. Übrigens habe ich sehr wohl was anderes gelernt, aber das passte gerade so.

Zeichnen
"Boys and their Toys" - In welchem ich so froh über mein neues Zeichenwerkzeug bin, dass ich es gleich einscanne und beschreibe.
"Fünf Sachen, die ich statt Zeichnen tun könnte" - In welchem ich die Schritte nach dem Einscannen betrachte.
"Warum nicht gleich in Farbe?" - in welchem ich kurz durchrechne, ob es sich lohnt, Das Neue Heft in Farbe zu produzieren, zeitlich und finanziell.
"Wo liegt das Problem?" - In welchem ich feststelle, dass ein zeichnerisches Problem auch einfach die Folge eines erzählerischen Problems sein kann.
"Muss ja nicht gleich perfekt sein" und Vorher - Nachher, über das Nachbearbeiten von Zeichnungen vor der Erstveröffentlichung und, Jahre später, beim Zusammenstellen der Heftausgabe.
Neu: Linien nachziehen - Die verschiedenen Schritte vom Bleistift zur fertigen Tuschezeichnung, und warum tuschen mehr ist als Linien nachziehen.
Neu: Letzte Entscheidungen - Verschiedene Möglichkeiten für das Cover, und erstaunlich wenig Schelte, weil ich erst jetzt damit anfange.
Neu: Wenn man's dann vor sich hat... - Und so sieht das Cover dann aus, und warum.

Schreiben
"Frisch aus dem Doku-Genre" + "Reden wir Brei" - in welchen ich über die Möglichkeiten und Grenzen von Genres rede. Vor allem die Möglichkeiten.
"25 schlechte Ideen sind 5 gute" - In welchem ich den Mythos entlarve, dass Ideen immer "einfach so kommen".
"Second Act Problems" - In welchem ich ein Problem mit einer Szene beschreibe, die ich brauche, aber nicht mag.
"Manchmal muss man nur drüber reden" - in welchem ich das Problem löse.
"Von der Leber weg auf den Punkt kommen" - in welchem ich zwei Ausrichtungen beschreibe, die eine Geschichte beim Schreiben haben kann.
"Erst mal plotten, dann mal schreiben", über das Schreiben in verschiedenen Stadien und Formen sowie mit verschiedenen Werkzeugen; außerdem die alte Abwägung: Full Script vs. Marvel-Methode.
"Aber jetzt mal ganz schnell" - Nichts spornt so an wie eine gute Deadline. Was eine gute von einer schlechten Deadline unterscheidet.
Neu: Der Rest ist Geplätscher - Wenn man erkennt, was der Kern der Geschichte ist, kann man die Struktur danach ausrichten, statt den Schluss ewig auszuwalzen. Erstaunlich, wie oft das falsch gemacht wird.

Zusammenstellen
"Slaying, er, no, hunting"- in welchem ich ein mögliches Nachwort für Conny Van Ehlsing vorwegnehme.
"Liebe auf den ersten Blick" - in welchem ich etwas zur Covergestaltung im Internetzeitalter sage.
"Schriftgrößen", über ein gern übersehenes Ärgernis beim Zusammenlegen von Comics aus verscheidenen Jahren.
"Orden und Ehrenzeichen" - Warum manche Bilder wie Bilder aussehen und andere wie Heftcover. Und wie man ganz leicht das andere aus dem einen macht.
"Der erste Blick, fürs Erste" - Previews für die Cover der Heftausgaben von Conny, Gedanken zum Layout, und warum beide Motive nicht für das Album geeignet sind.
"Die beiden Connys" - Die allererste Conny-Geschichte hat kaum noch etwas mit der Serie zu tun. Wie gehe ich damit um?
"Was ich noch sagen wollte... Was wollte ich noch sagen?" - Mehrere Möglichkeiten fürs Nachwort.
Neu: Was soll mir das wohl sagen? - Statt, was ich eigentlich sollte, das Album schnellstens abzuschließen, schreibe ich schnell noch ein paar neue Comics. Ts.

Herausbringen
"Welche britische Independent-Band hört der Selbstverleger?", über Radiohead und den Zustand der Musikindustrie allgemein, sowie mein Geschäftsmodell für das Conny-eBook.
"Er spricht über sich in der dritten Person" - Über meine Schwierigkeiten, ebendas zu tun, und dass ich sie überwinden muss, wenn ich demnächst lauter Pressenotizen über mich schreiben muss.
"Ihr habt es euch sicher schon gedacht..." - Die erste von vielen Zeitplan-Änderungen. Und warum man in der Woche vor Weihnachten keine Hefte herausbringen sollte.
"Man kann sich's auch schönrechnen, aber..." - Was ist die ideale Auflage für ein Album? Und warum ist es nicht immer günstiger, mehr Exemplare für einen kleineren Stückpreis zu drucken?
"Mehr Fetisch" + "Noch mehr Fetisch: Das Ding mit der Form" - Bei aller Liebe zu Downloads ist es doch toll, etwas in den Händen zu halten. Plus, eine Anleitung zum Selberbasteln von Büchern.
"Immer wieder gerne Fan" - Einfache, aber gerne übersehene Marketing-Lektion: Wie wichtig es ist, das eigene Publikum gut zu behandeln.
Neu: Fertig! Oder: Die weniger beliebte To-Do-Liste - Was es alles zu tun gibt, wenn der Comic fertig ist und eigentlich nur noch herausgebracht werden muss. Eigentlich.
Neu: Drei Wochen - Letzte Planänderungen, bevor es dann wirklich Zeit wird, das Album fertig zu machen.
Neu: Immerhin ene Arbeitsgrundlage - Was beim Musterexemplar des Albums alles nicht stimmt.
Neu: Unüberhörbar - Die ersten Gedanken zur Einbettung des Audiokommentars. Mit Hörbeispielen!

Jähling

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14

Freitag, 25. Juli 2008, 19:18

Bis ich dazu komme, den großen Beitrag mit den Links zu einer zeichenbegrenzungskonformen Form umzubauen, hier in einem Extra-Beitrag die letzten Beiträge. Immerhin ist viel passiert seit dem letzten Mal: Ich habe das Conny-Album herausgebracht und angefangen, das nächste vorzubereiten.

Manchmal hilft alle Planung nicht - Ich stelle fest, dass meine großzügige Rechnung, wie lange ich für die Revisionen der Druckdatei brauche, gar nicht so großzügig war.
Die Kunst des Bekanntmachens (Teil 1 von...) und Teil 2 - Während ich auf den Druck warte, bereite ich schon mal meine Ankündigungen vor, schicke die Pressenotiz aber noch nicht ab, weil Wochenende ist.
Lob des Flanierens: Mein Erlangen-Bericht - Erlangen lief ganz gut für mich, und in diesem Beitrag frage ich mich, warum.
Schreiben? Bei mir macht das der Computer - ich stelle verschiedene Schreibprogramme vor, die ich für meine Comics benutze, besonders celtx 2.0, das gerade erschienen ist.
Bisschen was zu lachen - Ich lese mal wieder Asterix und lasse mich dabei zu guten Ideen zum Schreiben von Gags inspirieren.
Solange Conny nicht singt... und Ich hab's ja gesagt... - Joss Whedons Kult-Musical "Dr. Horrible's Sing-Along Blog" zeigt erstens, dass nicht Online-Comic, sondern Online-Video das nächste große Ding ist, und zweitens, dass man auch im Internet ein Event schafffen kann.
Zeit ist Geld (leider nicht meins) - Unter welchen Umständen würde ich mit anderen Zeichnern als mir arbeiten, und was könnte ich ihnen bieten?
Wie ich bereits sagte... - Ich entschuldige mich, dass ich dem Blog untreu geworden bin und ganz woanders die ersten Skizzen für den zweiten Band von Conny Van Ehlsing gepostet habe. Mit besagten Skizzen.
Unfinished Business - Wie weit war ich eigentlich zuletzt mit Dem Neuen Heft?
Bürgerpflicht - Mein Versuch, das Album an die Nationalbibliothek zu schicken.

Der letzte Beitrag ist zwar von heute, aber die Erstfassung ist schon ein wenig älter. Überhaupt ist viel liegengeblieben in den letzten Monaten. Deshalb kann ich jetzt schon vorankündigen, dass ich mich in den nächsten Wochen mit dem Long-Tail-Begriff, doofen Internet-Shopbetreibern, "Codename: Olga" und unangenehmen Nebenwirkungen der Urheberrechts-Hysterie beschäftigen werde.

Klee

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15

Freitag, 25. Juli 2008, 19:32

Dein Blog gefällt mir sehr gut, da hab ich mich vor ein paar Tagen schon mal durchgewühlt, diesen Thread hier kannte ich noch gar nicht. Wie auch immer, jedenfalls ist es alles sehr interessant was du berichtest und man lernt auch selber was dazu.

Jähling

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Samstag, 26. Juli 2008, 11:29

Danke, Klee. Yep, so ist's gedacht. Wer das Blog liest, kann von mir lernen, entweder alles genauso zu machen wie ich oder genauso nicht zu machen, nur was jeweils die richtige Strategie ist, muss man selber rauskriegen...

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17

Sonntag, 27. Juli 2008, 08:55

Hab' mir eben nochmal Deinen Erlangen-Bericht angesehen. Glückwunsch zum guten Verkauf des Conny-Albums!

Mir ist eine Passage aufgefallen:

Zitat

Persönliche Präsenz bringt's. Nicht nur meine unwiderstehlichen Verkaufsgespräche, sondern auch dass ich an allen vier Tagen signiert habe. Genaugenommen hat sich Conny nur verkauft, wenn ich dabei war. Das sagt möglicherweise mehr über die anderen Verkäufer am Stand aus als über Conny. Ich habe die Leute ja nicht abgegriffen, sondern sie nur angesprochen, wenn sie das Album schon in die Hand genommen hatten, und es gibt keinen Grund, warum sie das nur in meiner Gegenwart tun sollten.

Ich schließe aus Deiner Schilderung auch, daß es das Format bringt. Ist natürlich nichts grundlegend Neues. Ein - womöglich noch fotokopiertes - Fanzine-Heft nehmen die Leute oft schon gar nicht in die Hand, obwohl der Inhalt vielleicht ebenso interessant ist. Ich schließe daraus, daß man sich Gedanken machen muß, wie man Fanzines attraktiver machen kann (möglichst ohne sie in Albumform drucken zu müssen). Eine Antwort weiß ich allerdings noch nicht.

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18

Sonntag, 27. Juli 2008, 14:54

Die Antwort? Wahrscheinlich Druckerei. Ich denke die von Panel machen das richtig: Offsetdruck, farbiger Umschlag, professionelles Layout und edles Papier im Innenteil. Meine Beobachtung bei den "Comic-Normal-Lesern" war, dass diese mich bei der Bemerkung zu PLOP # 80 "ist' ja nur s/w mit Farbcover" verwundert anschauten und meinten, dass es doch farbig gedruckt sei, bis ich ihnen das vorhielt.

Meine Überlegung also war, die Leser nehmen etwas was s/w aussieht gar nicht in die Hand. Wenn aber außen Farbe vorhanden ist, wird Ihnen automatisch auch Farbe im Innenteil suggeriert und das macht das Heft interessanter. Hinterher merken sie gar nicht, dass alles s/w gewesen ist. Und farbig wird immer gern gekauft oder überhaupt gekauft vom Normal Kunden.

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19

Sonntag, 27. Juli 2008, 15:56

Naja, diese Diskussion ist ja nicht neu. Daß es Leute gibt, die ein klassisches Fanzine (DIN A 5, schwarz-weiß) gar nicht erst in die Hand nehmen, ist klar. Das ist wahrscheinlich sogar die große Mehrheit der Comicfans. Vielleicht hat aber Jähling in diese Gruppe ein bißchen eindringen können durch das Albumformat, das seine Conny van Ehlsing nicht wie ein Fanzine aussehen ließ. Deshalb habe ich dazu Stellung genommen.

Umgekehrt muß man aber in meinen Augen als Fanzineherausgeber auch nicht in Frustration versinken. Mir jedenfalls ging's auch gar nicht so ums Verkaufen. Ich muß nicht mehrere 1000 Stück absetzen. Es sind trotzdem bei jeder Ausgabe von PLOP zumindest um die 100 gewesen. Und wenn man sich die Liste der Leute ansieht, die über die ganze Zeit hinweg (ich habe PLOP von 1994 bis 2007 gemacht) abonniert oder sich mit Beiträgen beteiligt haben, dann ist sie erstaunlich lang. Da kommen viele 100 Fans zusammen, die dann meist auch selbst an PLOP mitgewirkt haben (siehe die Liste von Gerd Bonau in PLOP # 75). Allerdings denke ich, daß es von dieser Sorte Leute noch einige mehr geben müßte, die ich aber nicht erreiche, weil ich nicht auf jeder Messe einen Stand haben kann, weil ich nicht die Zeit habe, die Comicläden abzuklappern, und nicht in Comicmagazinen wie etwa der Comixene Werbung mache. Das wären aber Möglichkeiten, dieses Ziel zu erreichen. Und ich frage mich: Was gibt's noch, was vielleicht mit weniger Aufwand die gleiche Wirkung erzielt?

Jähling

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20

Mittwoch, 30. Juli 2008, 16:06

Das Albenformat hat's auf jeden Fall gebracht. Ich denke, da hat der Graphic-Novel-Boom der letzten Jahre zu beigetragen (jetzt gehen auch s/w-Alben), oder vielleicht war's nur der erkennbare Mehraufwand. Ich habe auch seitdem schon einige Leute mitgekriegt, die beim Anblick des Albums anerkennend genickt haben - auch Leute, die wussten, dass das Album genauso in Selbstausbeutung entstanden ist wie früher die Kopierhefte.

Der Witz ist: Ein Album ist, zumindest in meiner Größenordnung, günstiger zu produzieren als ein (gedrucktes) Heft. Einfach weil es mehr und passendere Angebote von Digitaldruckern gibt. Für Hefte hätte ich, glaub' ich, mehr bezahlt und weniger verlangen können. Der Mehraufwand ist also in gewissem Sinn ein Minderaufwand.

Übrigens hatte ich auch bei der Edition PANEL den Eindruck, dass die Alben dieses Jahr besser gingen als die Hefte. (Bis auf die aktuelle Nummer - Neues geht eh immer besser.) PANELs Bert hat mir mal erzählt, dass die Hefte damals am Fanzine-Stand besser gingen und jetzt, bei den Independent-Verlagen, die Alben. Kann also gut an der Position des Standes liegen.

Auch PANEL finanziert sich übrigens nicht ohne weiteres von selber. Die Produktion wird ausschließlich durch Werbung ermöglicht. Was an Geld reinkommt, wird in die Albenproduktion und so was gesteckt. Das hohe technische Niveau ist für beides unabdingbar: zum einen trägt es zu PANELs gutem Ruf bei (ganz zu schweigen von den vielen hochkarätigen Künstlern), zum anderen überzeugen der gute Ruf und die Aufmachung eher mal einen Werbekunden. Aber mehr Aufwand bedeutet nicht gleich mehr Käufer. Nur dass die Käufer das Produkt ernster nehmen. Also, ALS Produkt. Aufs PLOP lässt sich das nicht ohne Weiteres übertragen, weil da die Kommunikation im Vordergrund steht, weniger der Produktcharakter. Wobei auch da die Aufmachung einen Unterschied macht - man signalisiert sozusagen, auf welcher Ebene die Kommunikation stattfindet. Und man zeigt ein gut produziertes Heft, in dem man drin ist, eher mal anderen, damit die dann anerkennend nicken.

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