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Kim

großer Meister

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1

Mittwoch, 18. Juni 2008, 11:17

Fragen an Jeff Gold

Hallo Jeff, willkommen im Forum und vielen Dank für Deine Bereitschaft, hier bei dieser Aktion mitzumachen!

Wir haben uns ja in Erlangen kurz kennengelernt und sprachen kurz über Deine Projekte. Du bist wie erwähnt noch mitten im Studium und nebenbei schon recht fleißig am veröffentlichen Deiner Mangas. Comiczeichnen ist recht aufwändig, das weiß ich aus eigener Erfahrung - wie bringst du Studium und die Arbeit an den Mangas unter einen Hut? Und noch ne Frage: Du erwähntest einen Auslandsaufenthalt in Israel. War das ein Stipendium? In wieweit hat der Aufenthalt Deine Comics beeinflußt?

Rastafisch

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2

Mittwoch, 18. Juni 2008, 13:15

Hi Jeff,
mich würde interessieren, welche Stellung das Zeichnen in Deinem Leben einnimmt.
Es gibt ja die einen, die "nur" das zeichnen, was sie nach vorne bringt und sich dabei sehr spezialisieren und die Anderen, die anfangen Fingernägel zu kauen, wenn sie einen Tag mal nicht gezeichnet haben. "Musst" Du zeichnen?

3

Mittwoch, 18. Juni 2008, 13:56

Wie vergleichst du den Markt von Mangas und den von Comics? Bekanntlich heißt es, dass Mangas mehr boomen als europäische Comics. Woran könnte das liegen?
Und wie definierst du die Richtung "Manga" ? Einfach nur wenn die Leserichtung von rechts nach links ist und der Stil schwarz-weiß gehalten wird? Oder hast du da eine andere Ansicht?

cosmodog

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4

Mittwoch, 18. Juni 2008, 14:39

RE: Fragen an Jeff Gold

Hi@all,
es freut mich, dass es im Forum Interesse für meine Arbeit gibt ;) .

@Vereinbarkeit von Manga und Uni: Der Studiengang, den ich belege beschäftigt sich viel mit Gestaltung und Illustration, was meiner Arbeit als Mangaka sicher zu Gute kommt (meistens jedenfalls). Darüber hinaus ist das Studium sehr projektorientiert, was bedeutet, dass ich den Großteil des Studiums gar nicht in Vorlesungen verbringe, sondern eigenverantwortlich meine Arbeitszeiten einteilen kann. Insofern lassen sich meine Tätigkeit als Zeichner und Student also ganz gut mit einander arrangieren.

@Aufenthalt in Israel: Das war ein Studentenaustausch, ähnlich wie bei den Erasmusstudenten, nur eben außerhalb Europas, zwischen der Universität der Künste Berlin und der Bezalel Academy of fine Arts in Jerusalem/ Tel Aviv. Das entsprechende Programm nennt sich NIKA und wird eher mäßig, aber immerhin vergütet. Dafür muss man aber auch seine Wohnung für den Zeitraum, anderen Austauschstudenten zur Verfügung stellen.

Was die Einflüsse angeht, befürchte ich fast, dass eher mein Chibi meinen Aufenthalt in Israel beeinflusst hat, als anders herum. Wir standen kurz vor der Deadline, als ich in Jerusalem studiert habe und so musste ich viel Semesterzeit mit der Fertigstellung von "Masterminds" verbringen. Die Eindrücke, die ich dort gesammelt habe, als ich mal nicht mit Zeichnen beschäftigt war, werden aber sicher und auch unvermeidlich unbewusst in andere, zukünftige Geschichten einfließen.

Hillerkiller

Hillerious

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5

Mittwoch, 18. Juni 2008, 15:14

Hallo Jeff, ich freue mich, dass du heute hier sein kannst :D
Ich hab keine intelligenten Fragen, aber ich mag deine Zeichnungen und den Blog (Wordpress-Brother!) :D
Deinen Stil finde interessant, bin aber noch nicht ganz schlau daraus geworden. Auf deinem Blog gibt es, soweit ich gesehen habe, eigentlich mehr Sachen im Cartoonstil. Von deinem Werk "Masterminds" heißt es aber, es wäre ein Manga. Das Titelblatt lässt ja eher eine Art Mix vermuten. Hast du beides drauf oder lässt du dich in keine Schublade stecken?

cosmodog

leeres Blatt

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6

Mittwoch, 18. Juni 2008, 15:45

RE: Fragen an Jeff Gold

@Zeichendrang (Rasta): Überkommt mich fast täglich, deshalb aber nicht unbedingt nur des Zeichnens wegen, oft auch angestachelt durch Arbeiten anderer Künstler und die Einsicht, dass ich noch immer nicht das technische Niveau erreicht habe, auf dem ich gerne wäre. Zeichnen ist für mich, ob nun ins Blaue hinein oder mit klaren Zielen, eine sehr kontemplative Beschäftigung mit ganz unterschiedlichem Ausgang: manchmal entspanne ich mich mit ein paar fixen Scribbles, manchmal vertiefe ich mich für Stunden, bis zur Erschöpfung in ein einzelnes Bild. Es gibt definitiv Tage an denen ich auch mal ganz darauf verzichte - aber ohne könnte ich nicht ;)

@Mangaboom (Chaale): Viele erfolgreiche Mangaserien laufen auch als Animes im Fernsehen, ich bin mir sicher, dass das RTLII-Nachmittagsprogramm einen großen Anteil an dem Mangaboom hat. Es gibt kaum einen deutschen Mangafan, der nicht Dragonball und Sailormoon, oder noch früher Heidi, Taotao, Kimba oder Wicki kennt. Gerade letztere Serien erreichen ihr junges Publikum schon recht früh, warum sollten sie also nicht unseren Sinn für japanische Bildsprache geprägt oder wenigstens angeregt haben.
Ich glaube, ein weiterer der Gründe besteht tatsächlich darin, dass in Manga erstmals Formate aufkamen, die ein großes weibliches Publikum angesprochen haben, vormals waren die Themen entweder geschlechtsneutral oder haben vor allem Jungs fasziniert. Das soll nicht heißen Mangas behandeln ausschließlich "Mädchenthemen", auch wenn sie inzwischen häufig genauso wahr genommen werden, aber sie haben, wie ich finde, einen wesentlichen Teil dazu beigetragen weibliche Leser für das Medium zu begeistern.

@Mangadefinition (Chaale): Manga ist definitiv mehr als nur seine Leserichtung oder seine Farbe. Für mich steht Manga vor allem vor einem stark traditionellen Hintergrund und der asiatischen Kopierkultur, bei der die Orientierung am Schaffen des Meisters einen hohen Stellenwert besitzt, was zu der uniformen Bildsprache des Mangas führt, die ihm in unseren Kulturkreisen so gerne vorgeworfen wird. Neben seinem äußeren Erscheinungsbild, finde ich aber immer wieder sehr viele Parallenen zu westlichen Comics, sodass ich mich eigentlich gar nicht traue perse eine Definition zu formulieren, die nicht genauso auf unsere Comics angewnadt werden könnte. (Scott McCloud stellt sich dieser Herausforderung und widmet in "Making Comics" ein komplettes Kapitel der Gegenüberstellung von Comics und Mangas)

@Stilfrage (Hillerkiller): Wie in "Mangaboom" angedeutet, konnte auch ich mich einer frühkindlichen Annäherung durch japanische Zeichentrickserien nicht entziehen. Ich kann daher die Einflüsse durch Mangas, wie aber auch durch westliche Comics nicht verleugnen und wer kann eigentlich genau sagen, in welchem Maße sich diese beiden Kulturen wiederum gegenseitig beeinflusst haben?! Letztlich fühle ich mich eigentlich keinem Stil wirklich zugehörig, aber beidem verbunden und reflektiere entsprechende Einflüsse in meiner Arbeit. Daher bestehe ich nicht darauf, als Mangazeichner betitelt zu werden. Wenn ich aber in der Gestalt Platz in einem Verlagsprogramm finde, darf mein Stil gern dort eingeordnet werden.
Letzlich differenzieren doch die Leser zwischen ihren Geschmäckern und hoffentlich nicht so sehr nach Manga und Nicht-Manga, sowie Carlsen ja auch regelmäßig Mangas unter seinen "Graphic Novel"- oder "Carlsen Comics"- Labels veröffentlicht XD .

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »cosmodog« (18. Juni 2008, 16:10)


Kim

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7

Mittwoch, 18. Juni 2008, 16:19

Was mir auffällt, ist, dass es immer mehr zu einer Vermischung des reinen Mangastils mit dem europäischen Strich kommt. Das fällt mir auch bei Deinem Stil auf. Ehrlich gesagt, dieses dogmatische Manga/Nichtmanga-Denken gefällt mir gar nicht. Ich finds gut, wie sich die Ganze Sache auch in Europa weiterentwickelt.
abner sag mal, woran arbeitest du im Augenblick? Und, kann man irgendwo im Netz mehr von Deinen Arbeiten bewundern?

kleines grünes

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8

Mittwoch, 18. Juni 2008, 16:40

hallo auch von mir - toll daß du da bist...
meine standardfrage: was machst du, wenn du nicht zeichnest? oder bleibt da gar keine zeit für andere hobbies/interessen?
gibt es comics/cartoons/trickfilme/serien, die dich ganz besonders geprägt haben?
wann hast du angefangen dich fürs zeichnen zu begeistern?
wie hast du den sprung zum profi geschafft, also fürs zeichnen bezahlt zu werden?
zeichnest du immer im selben stil oder beherrschst du einfach alles, je nach bedarf (z.b. mal realistische portraits oder landschaften oder karikaturen oder furries oder...)?
aldi kaffee SOLL anders schmecken als die original wagner steinofenpizza!

Rastafisch

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9

Mittwoch, 18. Juni 2008, 17:28

Jetzt eine Frage, die es in sich hat:
Klar, Du bist hier um Fragen zu beantworten aber würdest Du uns trotzdem eine Sache zeichnen (skribbeln), die eigentlich unmöglich zu zeichnen ist? Einige tapfere Zeichenkursrecken haben sich bereits daran versucht und auch gar keine schlechten Ergebnisse erzielt. Joscha Sauer könnte es nicht. ;)
Flix hat diese Herausforderung sogar fast zu spät zu seiner Signierstunde in Erlangen gebracht. Er konnte sich dieser "Excalibur-aus-Stein-zieh" Aufgabe nicht entziehen.
Nun gut, er hat das Schwert auch gezogen - ziemlich gut sogar aber wie er selber sagt, und recht behält, kann er wirklich alles zeichnen (außer Mädchen). Gerüchte sagen, dass schon einige gute Zeichner beim Versuch diese illustrative Nemesis zu bezwingen den Verstand verloren und ihr Martyrium fanden.
Der Kim, der traut sich nicht, er hat Angst, seine Hand könnte dabei ab- und der Himmel ihm auf den Kopf fallen ;) :D

Aber hier nun das Unmögliche:

Ein Auto, mit Dachgepäckträger auf dem zwei Fahrräder stehen. :] So.

Hier von Ergebnisse von Forenmitgliedern

cosmodog

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10

Mittwoch, 18. Juni 2008, 19:23

@Augenblicklicher Zeitvertreib (Kim): Im Moment hab ich es grade relativ ruhig und kein konkretes Projekt, bis auf eine kleine Comicanthologie, die ich mit einem Zeichnerkollegen hier aus Berlin plane, das ganze soll unter dem Titel "DERB" um Oktober rum raus kommen. An der Stelle sei übrigens gesagt, dass wir noch interessierte Zeichner suchen, die in dem Büchlein debütieren wollen und mit unendlichem Ruhm und so gut wie keinem Geld als Vergütung leben könnten. Stilistisch ist das ganze völlig frei, allerdings wird es ein Thema geben, zu dem alle Beiträge passen sollten.

@im Web (Kim): Ich bin als "cosmodog" im Comics-in-Leipzigforum unterwegs, da gibt es sicherlich auch noch meine Beiträge aus dem letzten Artbattle zu sehen. Ich habe eine kleine Gallerie auf deviantart.com, die aber fast den selben Inhalt wie mein Blog hat und einen supergeheimen Account auf Animexx (nicht"cosmodog") von dem eigentlich niemand weiß, wo ich von Zeit zu Zeit Arbeiten veröffentliche, die es von mir sonst garantiert nirgends zu sehen gibt XD ( übrigens - wer meine geheime Animexxidentität als erstes aufdecken kann bekommt 50 Karotaler geschenkt)

@Hobbies neben dem Zeichnen (kleines_grünes): Ich habe bis vor dem Israelsemester Kendo gemacht und hoffe das bald fortsetzen zu können, denn nichts ist wichtiger, als Bewegung zum Ausgleich. Ich zocke leidenschaftlich gerne Computer oder PSP, lese (natürlich auch Comics/Mangas) und treffe ab und an meine Freunde (leider nicht so oft, wie ich gern würde). Es ist nicht viel und tatsächlich nimmt das Zeichnen neben dem Studieren die meiste Zeit in Anspruch, aber das find ich persönlich voll okay :)

@prägende Werke (kleines_grünes): Die erste Trickfilmserie, an die ich mich überhaupt erinnere ist Kimba - der weiße Löwe, die muss ich mit ca. vier Jahren geguckt haben, da ich mich noch gut erinnern kann, dass ich stundenlang Börsennachrichten geschaut habe, in der Hoffnung danach käme Kimba, muss diese Serie mich einfach geprägt haben. Der Kitschmaler Boris Vallejo war wahrscheinlich dafür verantwortlich, dass ich mit ca. 10 Jahren angefangen habe ernsthafter zu zeichnen und meine erste und mit Abstand prägendste Mangaserie war "Battle Angel Alita" von Yukito Kishiro. Eine andere Serie die es mir angetan hat, war "2oth century boys" von Naoki Urasawa und wann immer Gipi etwas neues zeichnet/malt muss ich es auch haben, seine Kurzgeschichtensammlung "Nachtaufnahmen" kann ich nur wärmstens empfehlen. Grundsätzlich finde ich aber sehr viele Comics, Mangas und Filme toll und würde sagen, das mich jedes dieser Werke irgendwo berührt oder fasziniert hat und damit auch von mir in meinem Schaffen mitverdaut wird.

@erste Striche (kleines_grünes): Ich würde diesen zehnten (glaube ich) Geburtstag, an dem ich den Bildband von Boris Vallejo geschenkt bekam, als Stichtag betrachten, hernach haben mich meine Eltern u.a. in einige Malkurse geschickt und mir quasi die Familienkünstlerkappe aufgesetzt :)

@erster Auftrag (kleines_grünes): Ich glaube mit 17/18 Jahren habe ich mal für die Zeitschrift eines Einkaufszentrums ein Sterntalermädchen gemalt, das dürfte mein erster vergüteter Auftrag gewesen sein. Die erste ernsthaftbezahlte Bildgeschichte ist mit meinem Chibi “Masterminds“ erst diesen Frühling zur LBM rausgekommen, ich bin also selbst noch ziemlich grün XD

@Arbeitsweisen/Stile (kleines_grünes): Ich glaube, dass ich eine Menge Sachen zeichnen/ malen kann, selbst auf einen Stil beschränkt, gäbs ja mehr als genügend Spielraum, aber ich beherrsche längst nicht alles und zu einem überzeugend fotorealistischen Porträt würde ich es bestimmt auch nicht schaffen und nicht umsonst quäle ich mich ständig mit Aktzeichnen rum. Ich sträube mich dennoch ein wenig, einen definitiv eigenen und endgültigen Stil zu entwickeln, ich glaube bestimmte Geschichten erfordern entsprechende Stile, es kann also nicht schaden sich in der Hinsicht etwas frei zu machen, aber natürlich habe ich eine gewisse Art Charaktere und andere Bildelemente dar zu stellen, wenn auch nicht vollkommen konsequent aber, wie mir schon einige Male attestiert wurde :) , mit einem gewissen Wiedererkennungswert.

@Auto-mit-Dachgepäckträger-auf-dem-zwei-Fahrräder-stehen-Zeichenwahnsinn (Rastafisch): Nach dieser Ankündigung müsste ich ja schon an maßloser Selbstüberschätzung leiden, würde ich mich dieser wahnwitzigen Herausforderung stellen... ich machs trotzdem ;) Wo ist der Haken - gibt es ein Zeitlimit oder so?

11

Mittwoch, 18. Juni 2008, 19:50

Was sind denn deine Top-Favoriten bei den Mangas?

cosmodog

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12

Mittwoch, 18. Juni 2008, 20:18

@Manga-Favoriten (TOP TEN aber ohne Reihenfolge, ich liebe sie einfach alle :)):

große Serien:
Battle Angel Alita - Yukito Kishiro
BAA Last Order - Yukito Kishiro
2oth Century Boys - Naoki Urasawa
One Piece - Eichiro Oda

Kleine Serien/Kurzgeschichten:
Barfuß durch Hiroshima - Keiji Nakazawa
The Great Catsby - Doha
Shonen Shojo - Satoshi Fukushima
Sonne und Mond - Kwan Gaya
Ohikkoshi - Hiroaki Samura
THE PUSH MAN and other stories - Yoshihiro Tatsumi

13

Freitag, 27. Juni 2008, 18:45

Das einzige was ich wirklich gelesen habe ist One Piece (stetig weiter) und Barfuss durch Hiroshima (so schön)

Meine neue Frage:
Wie bist du zum Verlag gekommen? Mit wie vielen Jahren hast du dein erstes Werk herausgebracht?

cosmodog

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14

Freitag, 27. Juni 2008, 19:15

@Verlag:
In meinem Fall, habe ich durch meinen Beitrag zu Mangatalente'07 den Fuß in die Verlagstüre setzen können (dabei war ich gar nicht mal unter den fünf nominierten Finalisten). Zur Leipziger Buchmesse gab es dann statt Siegerehrung aber ein Vorstellungsgespräch mit meinem künftigen Redakteur, bei dem ich dann mein Portfolio gezeigt habe usw.; ein Jahr später habe ich dann zur selben Messe den druckfrischen Chibiband "Masterminds" erstmals in Händen gehalten, das war ca. zwei Monate nach meinem 24. Geburtstag.

15

Freitag, 27. Juni 2008, 19:52

Ab wann wird man bei den Verlägen in die Schublade "Manga" gesteckt?

Ich sehe manchmal Werke in den Mangaregalen, die europäisch gelesen werden und von deutschen Zeichnern sind. Also können japanische Richtung und Herkunft schonmal keine Rolle spielen.

cosmodog

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16

Freitag, 27. Juni 2008, 21:51

@Mangaschublade: Tun sie sicher nicht, teilweise werden Originaltitel sogar unter gehörigem Aufwand gespiegelt (siehe "Barfuß durch Hiroshima").

In der Regel schätzt ein Zeichner selbst ein, in welche Sparte sein Stil am ehesten einzuordnen ist und bewirbt sich mit entsprechendem Material. Wenn der Verlag aber meint, das sich ein Zeichner besser im Mangaprogramm machen würde, werden sie das sicher vorschlagen, aber nicht über deinen Kopf hinweg entscheiden. Gerade bei Stilen deren Anteil europäischer und japanischer Elemente ähnlich hoch ist, wird die Unterscheidung natürlich kniffelig. Andererseits stelle ich mir vor, dass eben solche Arbeiten auch für den deutschen Markt sehr attraktiv sind, sodass man damit auch bei mangalastigen Verlagsprogrammen punkten kann.

17

Freitag, 27. Juni 2008, 22:00

Ich will nicht unhöflich, indiskret oder aufdringlich wirken (und auch nervig, momentan stelle ich ja die meisten Fragen :D)
aber was mich interessiert: Wie sind deine Verkaufszahlen? In welchem Bereich liegen sie ungefähr?
Und: Wurden Werke von dir schonmal im Ausland übersetzt verkauft?

christian

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18

Freitag, 27. Juni 2008, 22:09

Huhu,

ich habs noch nicht geschafft irgendwas zu fragen, aber damit Chaale nicht ganz allein ist ;)

(Hoffentlich störts dich nicht wenn ich dich nicht nur zu deiner Zeichnerei was frag :evil: )

(die ganz klassische Frage: )
Wie sieht bei dir so der typische Gang von der Idee (aus deinem Kopf oder woanders her) zu der Zeichnung (auf dem Papier/Rechner oder sonst wo) aus? Ich hoff mal das wurde noch nicht gefragt...

Was zeichnest du am liebsten? Autos mit Gepäckdachträgern?

Meinst du es ist lebenswichtig das Kaiserreich zu kennen?

Was ist dein Lieblingskuchen?

Ich bedank mich schonmal für deine Antworten und überhaupt dafür dass du da bist! :)
(Ich find das toll!)

cosmodog

leeres Blatt

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19

Samstag, 28. Juni 2008, 12:21

@Auflage: Die Chibis werden von Carlsen leider nur als Box vertrieben, insofern werden die Zeichner auch nicht mit konkreten Zahlen versorgt. Auflagen können grundsätzlich stark variieren. Abhängig von Budget und Risikobereitschaft der Verlage fallen sie meist vier- bis fünfstellig aus. Die selbstverlegten Bücher, an denen ich mitgewirkt habe, hatten dagegen nur eine geringe Auflage von maximal 200 Stück.

@internationaler Vertrieb: War mir bis jetzt noch nicht vergönnt, ist aber ein großer Traum, der ja vielleicht schon mit dem nächsten Buch in Erfüllung geht.

@von der Idee zur Zeichnung: Bei einzelnen Bildern wächst die Idee meist beim Zeichnen selbst, manchmal aus einer wahllosen Kontur herraus, manchmal indem ich kleine Thumbs anlege. Durch das "ungenaue" in der Anfangsphase, habe ich viel Spielraum, um erstmal Grundlegendes wie Komposition, Licht, Farbe usw. zu finden. Im Laufe des Zeichnens/Malens werde ich dann konkreter. Das geht besonders schön beim Arbeiten am PC, wo man ständig Korrekturen vornehmen kann. Bei Geschichten gehe ich einen ähnlichen Weg vom Groben ins Genaue und versuche erst Strukturelles zu lösen, ehe ich ans Panelling und Vorzeichnen gehe.

@Lieblingsmotive: Ich mag Fantasy sehr gerne und in der Regel zeichne ich lieber Personen, als Umgebungen oder Maschienen.

@Kaiserreich: Die Auseinandersetzung mit Geschichte, insbesondere der eigenen finde ich unglaublich wichtig, warum Kenntnis vom Kaiserreich allerdings mal "lebensnotwendig" sein sollte, solange man nicht durch einen Unfall zurück in die Zeit der vorletzten Jahrhundertwende katapultiert wird...

@Lieblingskuchen: Elsässer Schokoladenkuchen.

20

Samstag, 28. Juni 2008, 14:01

Wie schätz du die Erfolgchancen von deutschen Mangaka ein? (Mit japanischen Comiczeichnern sind sie ja nicht zu vergleichen, weil die dort eine ganz andere Comickultur haben...)

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