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comichunter

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21

Samstag, 31. Dezember 2011, 00:31

Neues Facts & Stories - Magazin

Ich empfele für eine Veröffentlichung neben PLOP auch das neue Facts & Stoies. Von meinen letzten 4 Ausgaben, die fast nur Zeichnungen von mir und einiges tolles Material von Hiller enthielten, außer der 1. Ausgabe mit vielen Beiträgen anderer Zeichner, habe ich die Website komplett überarbeitet und jetzt kann man wirklich von einer wöchentlichen Aktualisierung sprechen. Insgesamt ca. 150 Hefte habe ich an den Mann gebracht, allerdings mit mehr Verlust als Gewinn.

Grüße Christian

Peter L. Opmann

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22

Samstag, 31. Dezember 2011, 08:13

Es ist besser, Du gehst von Verlust aus. Mach Dein Magazin lieber so, daß kein großer Verlust entstehen kann.

Also ich habe das Fanzinemachen immer als Hobby betrachtet, durch das man mit vielen interessanten Leuten in Kontakt kommen kann - das muß man sich dann eben auch mal 100 oder 200 Euro kosten lassen.

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23

Samstag, 31. Dezember 2011, 12:30

Also wir (Steffen Gumpert, Michael Holtschulte, Miguel Fernandez, Deniz Metz und co.) waren damals ja beim Toonster-Verlag. Dort haben viele der Genannten Hardcover-Cartoon-Bücher veröffentlicht. So richtig mit ISBN und bei Amazon und so. Zusammen machten wir dann noch "Geschmacklose Geschenke" ein Gemeinschaftsbuch. Für Eika und Hannibal hatte ich vom Toonster-Verlag einen unterschriebenen Buchvertrag hier liegen. Der Laden ging aber pleite oder so, war alles sehr dubios. Geld hat glaube ich keiner gesehen bzw. wenn nur sehr wenig. Es musste aber auch keiner was zahlen.

Am Ende hatten wir alle also unsere ersten Referenzen und lernten uns kennen. Aus Frust gründete ich dann halt "Toonlight Comics". Toonlight Comics war erstmal nur ein internes Forum. So tauschten wir Zeichner uns aus, halfen uns bei Ideen aus, schreiben über neue Aufträge, gaben uns gegenseitig Tipps etc.. Irgendwann kam dann noch ein öffentliches Forum dazu. Und wir entschlossen Bücher als Eigenverlag zu veröffentlichen. Da ich damals eine Grafikdesign-GbR hatte, wurde ich Vertragspartner und erweiterte das Gewerbe um Verlagswesen. Da wir alle kein Kapital hatten, wollten wir Print on Demands und bei uns spezieller "Book on Demand" nutzen. BoD war dann auch Vertragspartner und kümmerte sich um den ganzen Ablauf. Wir machten unser Layout und alles selber (hatten ja genug fähige Profis dafür ;) ) und veröffentlichten dann "Ganz großes Kino". Reich wurden wir damit auch nicht. Kosten wurden aber gedeckt und von den Bucheinnahmen wurden dann auch Messestände von Toonlight finanziert.
Als zweites Buchprojekt veröffentlichten wir dann auch über BoD "Das ganz liebe Buch", wo ich offiziell nur noch Herausgeber war, da ich keine Zeit mehr hatte, mich um Comics zu kümmern. Das lief ähnlich wie bei GGK.

Eigentlich waren wir alle zufrieden und die größte Zeit von Toonlight war für alle ein Erfolg und viel Spaß. Die Gruppe wurde aber zu groß und irgendwann funktioniert Demokratie nicht mehr ;) Außerdem hatten einzelne Toonlighter so viel Erfolg als Freiberufler/Zeichner, dass sie für Toonlight keine Zeit mehr hatten und dann auch bei richtigen Verlagen unterkamen,

Diese Selbstverlagssache/BoD fand ich aber lohnenswert und die ist sicher diesen anderen dubiosen Verlagen vorzuziehen.

Als GGK ganz gut lief, meldete sich ja auch ein anderer Verlag bei uns, der das Buch als Kioskausgabe im größeren Format veröffentlichen wollte. Diese Ausgabe gab es auch, war sogar bei mir (in Bonn) im Bahnhofskiosk zu kaufen. Mehr als einmal stolz mit Freunden zum Bahnhofskiosk zu gehen und zu zeigen, dass dort auch meine Bücher verkauft werden, war aber nicht drin. Geld sah ich davon keinen Cent (die anderen glaube ich auch nicht). Und lange gab es diese Kioskausgabe auch nicht. Ich selber besitze auch nur ein Exemplar davon.

Man muss also schon sehr aufpassen. Das mit so Pseudiverlagen und alles, hört sich immer toll an. Ich würde nie für meine Veröffentlichung zahlen. Habe ich bisher auch nie gemacht (außer am Anfang BoD). Aber selbst wenn man das nicht muss (Toonster-Verlag, GGK-Kioskausgabe), muss es nicht direkt seriös sein.

Heute wiederum sind die Chancen ja so exorbitant gut, bekannter zu werden. Schöne Website/Blog, dort seine Sachen veröffentlichen. Dann auf Facebook/Twitter Werbung machen. Auf YouTube paar How-To-Videos veröffentlichen. Das alles kostet fast nur Zeit und man hat immer Kontrolle über sein Werk. Durch Flattr oder AdSense kann man bisserl Geld machen. Sobald man eine kritische Masse erreicht hat, evtl. durch Verkauf von Poster oder ähnliches (Tassen und co. kann man mittels Spreadshirt und andere Anbieter machen). Und wenn die Sachen gut sind und das Eigenmarketing so funktioniert, ist man auch irgendwann auf den Schirm von den richtigen seriösen Verlagen.

Peter L. Opmann

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24

Samstag, 31. Dezember 2011, 12:52

Hab mich wahrscheinlich etwas mißverständlich ausgedrückt. Aber viele hier kennen mich ja.

Die 100 bis 200 Euro habe ich natürlich nicht an jemand anderen gezahlt, sondern in mein eigenes Fanzine PLOP reingesteckt. Eigentlich wollte ich damit schon die Kosten decken oder sogar Gewinn machen, aber in aller Regel hat das nicht geklappt. Doch man sollte die möglichen Verluste (durch schlechten Verkauf, Gratisexemplare, mangelnde Anzeigenakquise, Hefte in Läden oder Mailordnern, die man abzurechnen versäumt undsoweiter) in Grenzen halten.

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25

Samstag, 31. Dezember 2011, 12:54

@Peter

Deine 100-200 Euro. Sind die pro Ausgabe oder pro Jahr? Hab leider nicht mehr auf den Schirm, wie teuer Plop verkauft wird, wie die Auflage ist und überhaupt.

peter schaaff

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26

Montag, 2. Januar 2012, 12:35

Eigenveröffentlichung & echte Verlage

Danke an Thomas Sausen für das ausführliche Statement zum Thema 'Selbstverlegen' - sehr interessant.

Ich blicke nun auch schon auf viele Jahre als Comiczeichner zurück (Jahreswechsel machen so schwermütig & rückwärtsblickend, aber auch redselig). Neben ersten Veröffentlichungen in unserer Schülerzeitung habe ich relativ früh ein eigenes Comic- Heft mit insgesamt 10 Ausgaben herausgegeben, von dem ich (fast kostendeckend) pro Nummer im Laufe der Zeit an die 150 Exemplare absetzen konnte.
Wie schon gesagt - so etwas geht immer: Comics zeichnen, kopieren, heften, bewerben - und Dein eigenes Comic- Heft macht seinen Weg.
Geld lässt sich damit nicht verdienen. Die Blumen des Ruhms wachsen auch in einem anderen Garten.

In heutigen Zeiten rate ich zum Internet: einen Blog mit seinen Comics zu realisieren kostet nur Zeit & Arbeit; deviantart, undergroundcomix oder toonsup sind kostenlose Plattformen für eigene Werke mit vielen Besuchern.

Echte Verlage gibt es trotz weltweit sinkender Druckauflagen und Verkaufszahlen immer noch einige. Zur Orientierung hilft ein Gang in Bahnhofsbuchhandlungen, die führen erfahrungsgemäß das größte und umfassendste aktuelle Sortiment an Zeitschriften, Magazinen und Comics. Dort sucht man sich einen Verlag/ eine Publikation, wo die eigenen Werke passen könnten und stellt den Kontakt her und präsentiert sich.

Echte Verlage für Comics im deutschsprachigen Raum sind unter anderen:
Panini, Carlsen, Ehapa,
Zwerchfell, Weissblech, Schwarzer Turm, Zampano

Peter L. Opmann

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27

Montag, 2. Januar 2012, 13:15

@Peter

Deine 100-200 Euro. Sind die pro Ausgabe oder pro Jahr? Hab leider nicht mehr auf den Schirm, wie teuer Plop verkauft wird, wie die Auflage ist und überhaupt.


Hallo Thomas,

hab' Deine Frage leider übersehen. Meine Aussagen bezogen sich auf ein Heft. Der Druck kostete etwa 350 Euro. Dazu kamen 80 bis 1000 Euro Versand (Fanzines kann man kaum über Läden oder Mailorders verkaufen - ich habe fast alle mit der Post versandt). Coverpreis war 3 Euro, und ein Viererabo kostete 10 Euro. Ich habe ähnlich wie Peter Schaaff 150 bis 200 Exemplare pro Ausgabe gedruckt. Das hätte also theoretisch plusminus Null aufgehen können. Ich hatte immer 100 bis 200 Euro Verlust, den ich aber gern in Kauf genommen habe.

Nachtrag: Zum Minus kam es dann hauptsächlich aus zwei Gründen: Ich habe nicht alle Hefte verkauft, und ich habe immer etliche Freiexemplare versandt (wer in PLOP veröffentlicht - ist heute noch so - oder mir etwas zum Besprechen schickt, sollte wenigstens ein kostenloses Belegexemplar bekommen).

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Peter L. Opmann« (2. Januar 2012, 15:10)


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