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  • »Peter L. Opmann« ist der Autor dieses Themas

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Samstag, 24. Juni 2017, 14:26

Hommage an meine Oma

Als Rosa vorhin ältere Zeichnungen postete, ist mir irgendwie meine Oma eingefallen (ich hoffe, Du nimmst mir das nicht übel, Rosa).

Ich habe als Zeichner meiner Oma sehr viel zu verdanken. Als ich kein war, war meine Mutter noch berufstätig. Deshalb habe ich bei ihr viel Zeit verbracht. Und meine Oma hat mir in gewissem Sinn Zeichnen beigebracht. Sie ist schon seit 30 Jahren tot und wäre heute 117 Jahre alt (geboren 1900). Meine Oma war eine pensionierte Lehrerin und hatte unter anderem Handarbeiten unterrichtet. Eigentlich hat sie nicht wirklich gezeichnet, sondern hatte wohl ein Talent zum Scherenschnitt. Ihre Sachen wurden immer erst dadurch gut, daß sie sie ausgeschnitten und bemalt hat. Aber durch sie habe ich die ersten Schritte gelernt, etwa daß ein Körper nicht nur aus Strichen besteht, sondern ein Volumen hat.

Es gibt ein Kalenderbuch, das wir immer zum Aufbewahren unserer Werke benutzt haben. Ich weiß noch, daß ich anfangs immer sagte: "Oma, spiel!" Dann hat sie für mich Sterne gefaltet, Muster gestaltet oder solche Figuren ausgeschnitten. Wenn man in dem Buch blättert, stellt man fest, daß die Oma-Werke nach und nach weniger werden und immer mehr Zeichnungen von mir auftauchen. Ich habe lieber mit Bleistift oder Filzstift gearbeitet. Das heißt, zunächst habe ich auch Figuren aus der Fernsehzeitschrift ausgeschnitten und aufgeklebt (meistens Cowboys), dann habe ich angefangen, selbst Cowboys zu zeichnen, und dann kommen zunehmend Comicfiguren, die ich durchgepaust oder nachgezeichnet habe.

Aber ganz am Anfang stand meine Oma. Hier mal drei Arbeiten von ihr (die Figur links soll ich sein):
»Peter L. Opmann« hat folgende Bilder angehängt:
  • omaszeichnungen 001.jpg
  • omaszeichnungen 002.jpg
  • omaszeichnungen 003.jpg

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2

Samstag, 24. Juni 2017, 14:36

Hier noch zum Vergleich eine Zeichnung von mir. Schon irgendwie cool, wie der Typ seine Knarre hinter dem Rücken versteckt, oder? Gewisse anatomische Schwächen kann man nicht bestreiten. Aber ich denke, ohne meine Oma hätte ich die Zeichnung niemals hingekriegt.
»Peter L. Opmann« hat folgendes Bild angehängt:
  • omaszeichnungen 004.jpg

Rosa

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Sonntag, 25. Juni 2017, 09:14

Hallo Peter!

Das ist echt eine nette Geschichte!
Es freut mich sehr, dass Du Deine Oma in so einer kreativen Weise erleben durftest.
Ich finde es berührend, wie sie Dir als kleinen Jungen ein großes, kreatives Vorbild war.
Sind tolle Werke von Deiner Oma!

Ich finde Deinen Cowboy echt lustig mit dem viel zu kleinen Kopf! ;)

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Sonntag, 25. Juni 2017, 12:48

Danke für die Anmerkungen, Rosa. Der kleine Kopf rührt sicher daher, daß die Seite oben zuende war. Manches kann ich heute nicht mehr deuten, vor allem diese runden Dinger, die von den kurzen Ärmeln herabbaumeln. In der Weste stecken drei Patronen, das weiß ich noch - habe ich irgendwo so gesehen. Auch die fransenbesetzte Hose - die kann allerdings von Indianern abstammen.

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Rosa (25.06.2017)

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Montag, 26. Juni 2017, 16:12

In der Tat eine interessante Hintergrundgeschichte zu deinem Zeichnen. Ich hatte früher (ist noch nicht so lange her wie bei dir ;) ) eine Großtante, die mit mir immer Flugzeuge gezeichnet hat :D
Ja, diese Dinger an den Ärmeln erinnern mich an Rollo-Schnüre... vielleicht Tattoos? ;)

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