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Richard Parzer

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Mittwoch, 13. Mai 2026, 22:16

Die Sichtweisen von Zehes , FrrFrr und bene auf deine jüngste Veröffentlichung sind natürlich durchaus berechtigt , Blitzkrieg Tezuka . Aber eines möchte ich dir trotzdem noch zu bedenken geben : Je mehr du dich an anderen Zeichnern orientierst und versuchst , von ihnen zu lernen , desto mehr verlieren deine Bilder ihren individuellen Charakter - und damit auch ihre Einzigartigkeit . Mir hat an deinen Zeichnungen immer schon gefallen, dass man sie sofort als von dir gemacht erkennt . Um Emotionen und Stimmungen zu transportiieren , müssen Zeichnungen auch gar nicht technisch perfekt sein . Nimm nur zum Beispiel Charles M. Schultz ( den Peanuts - Zeichner ) . Keiner würde wohl behaupten , dass bei ihm die Panelgrößen ständig variiert haben und dass er anatomisch absolut korrekt gezeichnet hat . Und doch wurden seine Figuren Welterfolge - und sind es bis heute .

Peter L. Opmann

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Donnerstag, 14. Mai 2026, 06:16

Das wäre aber eine zumindest vereinfachte Sichtweise, daß Charles M. Schulz nicht zeichnen konnte. Er hat ein sehr überzeugendes Chiffrensystem entwickelt. Es war wohl auch wichtig, seine Figuren zu solchen Chiffren zu verarbeiten, da er ja jeden Tag mindestens einen solchen Strip produzieren mußte.

Was B. Tezuka betrifft: Ich habe den Vorschlag so aufgefaßt, daß er sich für den Anfang mal an Comicvorbildern orientieren soll. Natürlich wäre es ungünstig, wenn er immer nur irgendetwas abzeichnen würde.

FrrFrr

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Donnerstag, 14. Mai 2026, 23:13

Charles M. Schulz las als Kind sehr gerne Comics. Für seine Figuren gab es reale Vorbilder aus seinem Leben, und er hat einen Fernkurs im Comiczeichnen absolviert. Wesentlich ist auch, dass er seine Figuren interagieren lässt. Er illustriert nicht Texte, oder lässt seine Figuren abwechselnd Monologe vortragen. Das macht es lebendig.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »FrrFrr« (14. Mai 2026, 23:35)


bene

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Freitag, 15. Mai 2026, 17:30

@ Richard Parzer: Du hast natürlich recht, was Individualität betrifft und dass es nicht um techn. Perfektion geht, schon gar nicht ums Abzeichnen. Aber so war mein/unser Kommentar auch nicht unbedingt gemeint. Charles M. Schulz, von dem ich zufällig eine größere Gesamtschau in Buchform habe, hat z.B. eine ziemliche Entwicklung hingelegt, bis seine Figuren so waren wie wir sie heute kennen. Was einfach aussieht, ist es halt nicht unbedingt und bedarf oft einer längeren Auseinandersetzung mit dem Medium und was man damit machen will. Angefangen hat er übrigens als Letterer... ;)

Richard Parzer

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85

Freitag, 15. Mai 2026, 22:35

Natürlich wollte ich die zeichnerischen Qualitäten von Charles M . Schulz in keiner Weise herabsetzen . Letztens war ich mir nicht mehr so sicher, wie man seine Nachnamen korrekt schreibt und wollte aus Zeitgründen nicht noch irgendwo nachschlagen . Als Kind mochte ich die Peanuts sehr gern , aber sicher weiß ich über ihren Schöpfer nicht so viel , wie FrrFrr und bene . Einmal hab ich aber Eine Dokumentation über ihn im Fernsehen gesehen . Seine Zeichnerkollegen meinten , dass es seine größte Leistung war , Kinder als eigenständige , vollwertige Persönlichkeiten zu sehen - und nicht , wie es vorher in Comics meist der Fall war , von oben herab .

bene

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86

Samstag, 16. Mai 2026, 00:54

Natürlich wollte ich die zeichnerischen Qualitäten von Charles M . Schulz in keiner Weise herabsetzen .
Alles gut, kam von dir auch nicht so rüber. - Ich glaube, jemand wie Charles M. Schulz ist halt ein sehr gutes Beispiel, wie jemand mit (scheinbar) wenig zeichnerischen Mitteln das Medium perfekt nutzt, um Kinder in ihrer Welt und philosophische Grundgedanken darzustellen. - Das war aber sicher nicht möglich, ohne dass er vorher z.B. Comic-Strips gelesen, das humoristische Timing verstanden und schließlich sein ganz eigenes Ding draus gemacht hat.

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Richard Parzer (16.05.2026)

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