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Montag, 5. Juli 2021, 23:06

Will-Eisner-Ausstellung

... in Dortmund. Scheint mindestens noch bis Mitte August besucht werden zu können. https://www.comic.de/2021/02/ausstellung…-schaut-vorbei/

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Kim (06.07.2021)

Peter L. Opmann

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Dienstag, 6. Juli 2021, 07:34

Diese Ausstellung kommt offenbar nächstes Jahr auch nach Erlangen. Das habe ich einer Anzeige im neuen ZACK entnommen. Salleck bietet dort die Eisner-Gesamtausgabe billiger an; da es 24 Bände sind, ist die allerdings immer noch recht teuer.

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Kim (06.07.2021)

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Samstag, 14. August 2021, 07:17

Bin da gewesen. Lohnt sich! Nicht sehr große, unspektakulär präsentierte Ausstellung. Aber sehr sehenswert. Kluge, spannende Zwischentexte. Einen Steinwurf vom Hauptbahnhof entfernt. Kostenloser Eintritt. Ihr müsst aber übers Internet ein Zeitfenster buchen. Wenn nicht nochmal verlängert wurde, nur noch bis morgen geöffnet.

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Sonntag, 22. August 2021, 16:51

Ein großartiger Künstler, keine Frage, aber es gibt eben auch viele sexistische Frauendarstellungen bei ihm. Zumeist wird sowas wohl als "augenzwinkernd" apostrophiert. In seinen Arbeiten für die U.S. Army hat er das voll ausgespielt. In der Kurzgeschichte "Der Super" im Band "Ein Vertrag mit Gott" gibt es zudem dieses "Lolita"-Motiv von einem durchtriebenen kleinen Mädchen, das einen geistig schlichten Mann zu seinem Opfer macht. Ich habe dazu noch nie eine kritische Anmerkung gelesen, bin mir aber echt nicht sicher, ob ich da ausschließlich die große Kunst der gesellschaftskritischen Milieuschilderung vor mir habe, oder nicht auch ein Stück Männerfantasie, die einfach Scheiße ist.

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Peter L. Opmann

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Sonntag, 22. August 2021, 19:46

Aber daß da ein Mann, der gewiß nicht sympathisch gezeichnet ist, von einer Frau, die ihm zunächst unterlegen erscheint, ausgespielt wird, müßte Dir doch gefallen. Für mich ist der Super ein Faschist, dem das recht geschieht.

bene

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Montag, 23. August 2021, 22:18

... ein guter Anlass, mal wieder in der dicken roten Schwarte mit den "Mietshausgeschichten" zu schmökern (echt zu empfehlen).
Und ja, ich finde die Geschichte auch ziemlich fragwürdig: Dass der Hausmeister ein geistig schlichter Grobian ist, heißt ja nicht, dass es sich bei der "Lolita" nicht doch eher um eine (recht üble) Männer-Projektion handelt als um eine halbwegs glaubhafte Figur. Ich sehe da auch kein wirkliches "Gut-Böse-Schema", sondern die Rollen verkehren sich. Für mich besteht die Pointe eher darin, dass der Brutalo am Ende Opfer einer noch niederträchtigeren Figur wird - der kindlichen Verführerin im Gewande der Unschuld.
Das hat schon Geschmäckle und sonderlich feministisch erscheint es mir jedenfalls nicht, um es mal gelinde auszudrücken...

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Dienstag, 24. August 2021, 14:32

Und Eisner schildert den Grobian und Faschisten Mr. Scuggs sogar empathischer als das Mädchen Rosie. Als der Super um seinen von Rosie vergifteten Hund weint, weckt das schon Mitleid für diesen einsamen Mann. Über Rosie erfahren wir nur, dass sie eiskalt und falsch ist, aber nichts, was das Bild von ihr mehrschichtiger machen würde, so als hätte sie keine Geschichte, die sie zu dem gemacht hat, was sie ist. Für mich schwurbelt da unterschwellig schon ein wenig die finstere Seite des "ewig Weiblichen" in der Geschichte rum.

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bene (24.08.2021)

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